Sprit deutlich billiger als im Vorjahr
Überraschende Bilanz: Die Preise für Eurosuper und Diesel sind heuer im Jahresschnitt in Österreich um fast neun Prozent niedriger als im Vorjahr, wie die aktuelle VCÖ-Spritpreisbilanz zeigt.
„Tanken war heuer deutlich billiger als im Vorjahr und die Preise verzeichneten geringere Schwankungen […]“, stellt VCÖ-Expertin Lina Mosshammer fest. Im Schnitt war heuer in Österreich für einen Liter Diesel 1,66 Euro zu zahlen, um 16 Cent weniger als 2022. Der Preis für einen Liter Eurosuper war mit durchschnittlich 1,58 Euro etwas niedriger und lag 15 Cent unter dem Durchschnitt des Vorjahres.
Reduktion des Verbrauchs bringt Ersparnis
Für die jährlichen Spritkosten sei der Verbrauch ein größerer Einflussfaktor als der Spritpreis, stellt der VCÖ fest. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 6,9 Liter Eurosuper betragen die Spritkosten pro Kilometer 10,9 Cent. Wer im Schnitt nur fünf Liter pro 100 Kilometer verbraucht, senkt die Kosten auf 7,9 Cent pro Kilometer, was bei einer durchschnittlichen Jahresfahrleistung von 10.800 Kilometer eine Ersparnis von rund 320 Euro bringt. Bei Kärntens Diesel-Pkw betragen die Spritkosten heuer 10,3 Cent pro Kilometer, eine Reduktion des Verbrauchs auf fünf Liter pro 100 Kilometer würde Kärntens Diesel-Pkw Fahrer im Schnitt eine jährliche Ersparnis von rund 280 Euro bringen, informiert der VCÖ.
Durch das eigene Fahrverhalten Verbrauch reduzieren
„Wäre das bereits in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von den Herstellern versprochene Drei-Liter Auto heute der Standard, dann hätten Burgenlands Haushalte nur halb so hohe Spritkosten“, verdeutlicht VCÖ-Expertin Lina Mosshammer den großen Einfluss des Spritverbrauchs auf die Kosten. Umso wichtiger sind niedrigere CO₂-Grenzwerte für Neuwagen, damit die Hersteller mehr spritsparende Modelle auf den Markt bringen. Durch das eigene Fahrverhalten könne der Verbrauch um 15 bis 20 Prozent reduziert werden. Besonders wirksam sei gleiten statt rasen, also Tempo reduzieren und vorausschauend und gleichmäßig zu fahren. Wichtig sei zudem, rasch in den nächsthöheren Gang schalten, um niedrigtourig zu fahren.
Bares Geld sparen
Neben dem Fahrverhalten könne auch das Mobilitätsverhalten die Spritkosten deutlich reduzieren. „Wer kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegt, spart Geld und tut zudem der eigenen Gesundheit gutes“, betont man seitens des VCÖ. Weiters würden Fahrgemeinschaften die Geldbörse schonen. Und wer ein gutes öffentliches Verkehrsangebot in der Nähe hat, könne mit dem Klimaticket viel Geld sparen, verdeutlicht der VCÖ.