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Sturmtief über Europa

Sturmtief „Zoltan“ wütete in Österreich und hält Florianis auf Trab

Die angekündigten Schneefälle und das Sturmtief "Zoltan" sorgen für unzählige Einsätze der österreichischen Feuerwehren. Insgesamt wurden bis 2 Uhr rund 3.400 Einsatzkräfte von 230 Feuerwehren zu 400 Einsätzen gerufen.

von Anja Mandler
3 Minuten Lesezeit(526 Wörter)

Das Sturmtief „Zoltan“ hat zwischen Donnerstagabend und Freitagfrüh in Teilen Österreichs für zahlreiche Feuerwehreinsätze geführt. In Salzburg stürzte im Stadtteil Lieferin ein Baum auf einen vorbeifahrenden Obus, dabei wurde die 55-jährige Lenkerin verletzt. In Oberösterreich forderte die Sturmfront ab Donnerstagabend die Feuerwehren vor allem im Westen des Landes. In Summe wurden bis 2 Uhr rund 3.400 Einsatzkräfte von 230 Feuerwehren zu 400 Einsätzen gerufen.

Einsätze in Oberösterreich nahmen schlagartig zu

Ab 18.30 Uhr hatten sich in der Landeswarnzentrale Oberösterreich die Notrufe gehäuft, gegen 22.30 Uhr nahmen die Einsätze schlagartig zu, hieß es dort. Besonders betroffen waren Inn-, Hausruck- und Traunviertel sowie Bad Ischl. Im Bezirk Vöcklabruck wurde ein Fahrzeug von umgestürzten Bäumen eingeschlossen. Alle Insassen konnten sich unverletzt in Sicherheit bringen. In der Gemeinde Hartkirchen (Bezirk Eferding) war vorerst eine Siedlung mit acht Häusern nicht erreichbar, da mehrere umgeknickte Bäume die einzige Zufahrtsstraße blockierten.

Orkanartiger Wind in Salzburg forderte Verletzte

In Salzburg hatten die orkanartigen Windböen in der Peter-Pfenninger-Straße einen großen Baum entwurzelt, der auf den Obus stürzte. Fahrgäste kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden, die Buslenkerin musste mit ersten Informationen nach leichten Verletzungen ins Spital gebracht werden. Am Fahrzeug und an den Oberleitungen entstand erheblicher Sachschaden. In der Folge wurde gegen 23.00 Uhr der gesamte Obus-Verkehr in Salzburg eingestellt. Meldungen über weitere Verletzte lagen am Morgen nicht vor. Laut Landesfeuerwehrkommando hatten es die rund 620 Einsatzkräfte vor allem mit umgestürzten Bäumen, abgerissenen Ästen und abgestürzten Dach- und Fassadenteilen zu tun, die Straßen blockierten. In Bürmoos (Flachgau) wurde eine Garnitur der Salzburger Lokalbahn wegen umgestürzter Bäume und Leitungsschäden geräumt.

Stau auf A2

Umgestürzte Bäume sorgten Freitagfrüh für erheblichen Stau auf der Tauernautobahn (A10), wie der ÖAMTC der APA mitteilte. In Fahrtrichtung Villach stürzten mehrere Fichten auf die rechte Fahrbahn bei Kilometer 4, die nun weggeräumt werden müssten, so eine Sprecherin. Es kam zu erheblichem Rückstau, der bis zur Westautobahn (A1) reichte.

Flüge umgeleitet

Vom starken Wind war auch der Flugverkehr betroffen. Zwei aus Hamburg bzw. Düsseldorf kommende Maschinen wurden am Abend wegen der staken Seitenwinde am Flughafen Salzburg nach Linz umgeleitet, zwei weitere Verbindungen gestrichen, sagte Airport-Sprecher Alexander Klaus zur APA.

80 Sturm-Einsätze in Wien

Auch in Wien gab es mehr Arbeit für die Feuerwehr. Von 210 Einsätzen waren 80 auf den Sturm zurückzuführen, hieß es auf APA-Anfrage. Grobe Schäden wurden aber keine verzeichnet.

„Ruhige“ Nacht in Vorarlberg

Vergleichsweise ruhig verlief die Nacht hingegen in Vorarlberg. Die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) verzeichnete lediglich sieben Einsätze infolge des stürmischen Windes. Starke Böen hatten Bäume umstürzen und Äste herabfallen lassen, die Feuerwehren mussten die verlegten Straßen freiräumen. Größerer Schaden oder gar Personenschaden sei nicht entstanden, hieß es Freitag früh bei der RFL. (APA/red, 22. 12. 23)

#Update

Nun wurde auch ein Todesopfer in Niederösterreich gemeldet. Ein Jäger kam bei dem Sturm ums Leben. Näheres dazu hier.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 01.02.2025 um 09:32 Uhr aktualisiert
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