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/ ©APA/AFP (Themenbild/Zerstörungen in der Stadt Rafah im Gazastreifen)
BMEIA: Fünf Mio. Euro für palästinensischer Zivilbevölkerung

Österreich spendet fünf Millionen Euro für notleidende Menschen in Gaza

Österreich unterstützt die "notleidende palästinensische Zivilbevölkerung" mit weiteren Hilfsmitteln. Konkret würden fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

von Janine Ploner Janine Ploner 5 Minuten Online Redaktion
2 Minuten Lesezeit(446 Wörter)
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Das Geld kommt für „die lebenswichtige Arbeit des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP)“ zur Gute, wie das Außenministerium (BMEIA) am Dienstag per Aussendung mitteilte. Die israelische Armee setzte unterdessen ihr Bombardement von Zielen im Gazastreifen fort.

Helfen, wo Hilfe benötigt wird

Der Großteil der Bevölkerung in Gaza sei derzeit auf Hilfslieferungen angewiesen, stellte das BMEIA fest. „Von den fünf Millionen Euro gehen drei Millionen Euro an das IKRK und zwei Millionen an das WFP.“ IKRK und WFP hätten weiterhin Zugang zum Gazastreifen und könnten trotz extrem schwieriger Bedingungen direkt vor Ort helfen. Zudem sei mit diesen bewährten Kooperationen sichergestellt,“ dass die Hilfe aus Österreich tatsächlich den Menschen in Gaza zugutekommt und nicht von der Terrororganisation Hamas oder anderen terroristischen Organisationen abgezweigt oder missbraucht wird“.

Grundnahrungsmittel sollen gedeckt werden

Seit Beginn des durch die brutalen Terroranschläge der Hamas im Oktober 2023 ausgelösten Kriegs in Gaza sei es zu einer dramatischen Verschlechterung der Lebensbedingungen der Zivilbevölkerung gekommen. Es drohe gar eine akute Hungerkrise, hieß es in der Aussendung weiter. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) betonte darin die Dringlichkeit, den Menschen in Gaza zu helfen. Mit den Mitteln werden beispielsweise grundlegende (Notfall-)Gesundheitsleistungen erbracht. Gleichzeitig könne der Zugang zur Basisversorgung mit Wasser, Nahrungsmitteln, Decken und Haushaltsausstattung sichergestellt werden. „Seit Beginn des Terrors der Hamas hat Österreich damit 13 Millionen Euro zur Unterstützung der Zivilbevölkerung in der Region beigetragen. Zusätzlich zu den heute bekannt gegebenen fünf Millionen Euro aus den Mitteln der Austrian Development Agency (ADA) wurden bereits Anfang November zwei Millionen Euro aus diesem Topf zur Verfügung gestellt. Weitere sechs Millionen Euro stammen aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF), der als zentrales Instrument der humanitären Hilfe Österreichs im Außenministerium angesiedelt ist“, heißt es vom Außenamt.

Aktuelle Lage wird „immer katastrophaler“

Die Hamas-Gesundheitsbehörde teilte mit, insgesamt 52 Tote seien in Krankenhäuser in Rafah, Khan Younis und Deir al-Balah gebracht worden. Die im Gazastreifen trotz der mehr als elf Wochen Krieg mit israelischen Luftangriffen und dem Einsatz von Bodentruppen noch arbeitenden Krankenhäuser seien sehr überlastet. Eine Mitarbeiterin des UNO-Nothilfebüros OCHA berichtete von erschütternden Szenen in einem Krankenhaus im Gazastreifen. Sie habe dabei mitansehen müssen, „wie ein neunjähriger Bub mit einer verheerenden Kopfverletzung starb“, wurde sie am Dienstag zitiert. Die humanitäre Lage im Gazastreifen wird angesichts der israelischen Militäroffensive in dem schmalen Küstenstreifen generell immer katastrophaler. Seitens der UNO und Hilfsorganisationen ist von einer humanitären Notlage im Gazastreifen die Rede. (APA/red. 26.12.2023)

Weitere Informationen:

Auslöser des Kriegs war die Terrorattacke der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober in Israel nahe der Grenze zu Gaza. Sie brachten dabei mehr als 1.200 Menschen um. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive, bei der nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde bisher mehr als 20.600 Menschen getötet wurden.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 26.12.2023 um 15:44 Uhr aktualisiert
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