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/ ©Simon Reithofer/Reithofer Media

Interaktive Kunst: Grazerin lässt auf Projekt gegen Abgrenzung blicken

Zwischen Weihnachten und Neujahr lädt eine Grazer Künstlerin zum interaktiven Projekt "Augenmehr" ein: Im Innenraum von Sol LeWitt's Wall können Besucher an einem zehn Meter langen Rollbild der Künstler mitarbeiten.

von Janine Ploner Janine Ploner 5 Minuten Online Redaktion
1 Minute Lesezeit(206 Wörter)
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Mit dem interaktiven Kunstprojekt soll über die Feiertage ein mehrdeutiges Meer an Augen entstehen, das aussagekräftig auf Sol LeWitts Wall blickt. Die Künstlerin Helene Thümmel möchte somit ein gemeinschaftliches Zeichen gegen Abgrenzung setzen.

Augen als Zeugen und Symbol für Segen und Schutz

Die Augen in Helene Thümmels Arbeit werden mit selbstgeschnitzten Stempeln gedruckt. Sie erinnern an eine weltweit verbreitete Augensymbolik, die von christlichen Bildern bis zu buddhistischen Kulturkreisen existiert und sowohl für Segen als auch für Schutz und Aufmerksamkeit steht. In tiefem Blau ist das „Augenmeer“ aber auch stummer Zeuge ertrunkener Schutzsuchender. Eine Omage an diejenigen, die im Mittelmeer ihr Leben ließen. Im Jahr 2023 starben über 2.200 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer.

Gemeinsam ein Zeichen setzten

Ziel ist es, ein gemeinschaftliches Zeichen zu setzen und den Menschen zu gedenken. Weiters soll der Frage nach den Bedingungen und Folgen von Schutz, Abgrenzung und Geborgenheit bewusst ein „Mehr“ an Aufmerksamkeit zu geben. In einer Zeit humanitärer Krisen, Kriege und täglich medienwirksam hochgeschaukelter Abgrenzungen lädt der stille Innenraum von Sol LeWitts Wall dazu ein, zur Ruhe zu kommen, innezuhalten und sich dem gemeinsamen Tun zu widmen.

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