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Frau soll aus Rache Haus des Ex-Freundes abgefackelt haben

Wegen Brandstiftung muss sich eine 55-jährige Frau Ende Jänner vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Nachdem ihr Lebensgefährte per WhatsApp Schluss machte, soll sie aus Rache sein Haus abgefackelt haben.

von Anja Mandler
2 Minuten Lesezeit(324 Wörter)
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Ende September kam es in Graz Umgebung zu einem Brand, der ein Haus völlig zerstörte. Zunächst ging die Polizei noch von einem technischen Defekt als Brandursache aus, doch im Laufe der Ermittlungen richtete sich der Verdacht immer mehr auf die 55-jähirge Ex-Freundin des Hausbesitzers. Aus Rache soll sie das Haus ihres Ex-Freundes abgefackelt haben, nachdem er über WhatsApp die Beziehung beendet hatte, so der Vorwurf. Der Schaden beläuft sich auf rund 500.000 Euro.

Haus des Ex-Freundes abgefackelt? Fall landet vor Gericht

Die Beschuldigte weist jegliche Vorwurfe zurück, es gebe laut Anklage jedoch einige Indizien, welche die Frau belasten. So soll sie am Abend des Brandes am Tatort gewesen sein. Gegenüber der Polizei soll die 55-Jährige angegeben haben, sie sei an jenem Abend mit einem Taxi zum Haus ihres Ex-Freundes gefahren. Nach einem kurzem Gespräch habe sie sich aber wieder per Bus auf den Heimweg gemacht. Weitere Ermittlungen sollen jedoch ergeben haben, dass es an dem Abend nie zu einem Gespräch zwischen den beiden gekommen war, berichtet die Kleine Zeitung. Zudem habe sie an dem Abend ihr Handy „zuhause vergessen“. Dies sei laut Staatsanwaltschaft ein Indiz dafür, dass die Frau keine Datenspuren hinterlassen wollte. Zuvor hatte die Angeklagte im Internet außerdem Suchanfragen wie „Wetter in Lieboch“ gestellt.

Drei Stunden am Tatort „festgesessen“

Am Tatort soll sich die Frau zudem den Fuß gebrochen haben. Auch der Buschauffeur bestätigte, dass sie bereits bei der Rückfahrt eine Fußverletzung gehabt hatte. Gegenüber der Polizei soll die Frau jedoch ausgesagt haben, sie habe sich erst bei der Rückkehr nach Graz verletzt. Die Angeklagte soll außerdem rund drei Stunden am Tatort „festgesessen“ sein, da die Straßen aufgrund des Feuerwehreinsatzes gesperrt waren und der Bus nicht weiterfahren konnte. Der Prozess rund um die mutmaßliche Brandstiftung findet Ende Jänner statt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 27.12.2023 um 16:35 Uhr aktualisiert
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