Zahl der Verkehrstoten in Kärnten heuer stark gestiegen
Eine Bilanz der Mobilitätsorganisation VCÖ zeigt: Seit Jahresbeginn kamen in Kärnten 29 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Acht mehr als im Vorjahr.
Auch österreichweit ist die Zahl der Verkehrstoten heuer gestiegen. Im Bundesländer-Vergleich verzeichnet Niederösterreich mit Abstand die meisten Todesopfer im Straßenverkehr. „Es braucht verstärkte Verkehrssicherheitsmaßnahmen, um die Zahl der schweren Verkehrsunfälle zu reduzieren. Anzusetzen ist bei den Hauptunfallursachen Ablenkung und nichtangepasste Geschwindigkeit, also bei zu hohem Tempo“, stellt VCÖ-Expertin Lina Mosshammer fest. Bei verstärkten Maßnahmen gegen Handy-am-Steuer sei auch die Bundesregierung gefordert. Wer mit dem Handy am Ohr telefoniert, reagiere nämlich so schlecht wie ein Alko-Lenker mit 0,8 Promille, verdeutlicht man seitens der Mobilitätsorganisation. Allein in Kärnten habe die Exekutive im Vorjahr 8.219 Handy-Delikte im Straßenverkehr geahndet.
Mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen Unfälle reduzieren
Auch niedrigeres Tempo würde helfen, fatale Folgen von Unachtsamkeit und Ablenkung zu verhindern – denn damit reduziert sich auch der Anhalteweg und das Unfallrisiko sinkt. „Ein Auto, das auf der Freilandstraße 80 km/h fährt, hat bei normaler Reaktionszeit auf trockener Fahrbahn einen Anhalteweg von rund 51 Metern. Fährt der Wagen 100 km/h dann verlängert sich der Anhalteweg auf 74 Meter“, macht der VCÖ aufmerksam. Ein Zusammenstoß mit diesem Tempo könne schwere Verletzungen zur Folge haben. Im Ortsgebiet würde auch mehr Tempo 30 statt 50 die Verkehrssicherheit erhöhen.
Zahl der Verkehrstoten in Kärnten
- 2022: 21 Verkehrstote
- 2021: 38 Verkehrstote
- 2020: 35 Verkehrstote
- 2019: 29 Verkehrstote
Quelle: BMI, Statistik Austria, VCÖ 2023