Über zehn Milliarden Euro: Signa-Prime Selection AG meldet Insolvenz an
Die Signa-Gruppe, bestehend aus Holding, Prime und Development, hat eine Schuldenlast von mehr als zehn Milliarden Euro angehäuft, wie vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) berichtet wurde.
Die SIGNA Prime Selection AG, eine Tochtergesellschaft, ist nicht mehr in der Lage, ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Infolgedessen hat das Handelsgericht Wien ein Sanierungsverfahren eröffnet, so der AKV.
Immobilien & Einzelhandel
Laut dem AKV ist die SIGNA Prime Selection AG Teil der SIGNA-Gruppe, die in den Bereichen Immobilien, Einzelhandel und Medien tätig ist. Die SIGNA Holding GmbH hat bereits ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eingeleitet. Die Antragstellerin konzentriert sich auf Investments in erstklassigen innerstädtischen Lagen, hauptsächlich in großen deutschsprachigen Städten sowie in Ballungsräumen in Norditalien und Großbritannien.
Die Ursachen der Insolvenz
Die Insolvenzursachen werden auf den abrupten Anstieg des Leitzinses durch die EZB im Juli 2022, hohe Inflation, erheblichen Kostendruck aufgrund gestiegener Energiepreise und Lohnzuwächse sowie Stillstand auf dem Immobilientransaktionsmarkt zurückgeführt. Das Vermögen der Antragstellerin umfasst derzeit 54 Immobilien, darunter bekannte Gebäude in Wien, Innsbruck, Berlin, Hamburg, München und London. Diese Immobilien sind Eigentum selbstständiger Besitzgesellschaften, an denen die Antragstellerin mittelbar beteiligt ist.
28 Jobs in Gefahr
Die aktuelle Insolvenz betrifft 349 Gläubiger und 28 Dienstnehmer mit Gesamtforderungen von etwa 4,5 Milliarden Euro Die Antragstellerin beziffert ihre Aktiva auf etwa EUR 1,3 Milliarden Euro, was zu einer gemeldeten Überschuldung von etwa 3,2 Milliarden Euro führt, berichtet der AKV.