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/ ©Rosie Orasch

„Fairer Lohn für Kunst“: Workshop & Diskussionsrunde im Lakeside

Im November startete eine bundesweite Informationstour der Initiative „pay the artist now“. Ziel ist, über den aktuellen Stand im Fair-Pay-Prozess zu informieren und umgekehrt Erfahrungen zum Thema „Fair Pay“ einzuholen.

von Alina Gursch Alina Gursch Online Redaktion & red. Social-Media Leitung
2 Minuten Lesezeit(377 Wörter)
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Die öffentliche Diskussion im Kunstraum Lakeside mit Publikumsbeteiligung stellt die Themen faire Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen in der bildenden Kunst einmal mehr zur Debatte. Gefragt wird nach dem Status-Quo, nach Meilensteinen und Hürden sowie Perspektiven für die Zukunft.

Verbesserungsvorschläge fairer Bezahlung

Am Folgetag widmet sich ein Workshop mit geladenen Teilnehmern der Praxiserfahrung mit den Honorarrichtlinien der IG Bildenden Kunst und sammelt Verbesserungsvorschläge zur Verankerung fairer Bezahlung im Bereich der bildenden Kunst. Die Arbeitsgemeinschaft „pay the artist now“ besteht aus Vertretern der IG Bildende Kunst und der Künstler Vereinigung Tirol, die sich seit 2016 dafür einsetzt, die Themen faire Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen als grundlegend in der bildenden Kunst zu verankern.

Ausblick in die Zukunft

Die Infotour 2023/24 wird von Vasilena Gankovska, Sheri Avraham und Michael Strasser von pay the artist now! entwickelt, geplant und umgesetzt. Nach Evaluierung der gesammelten Daten und der im Rahmen der Workshops erarbeiteten Inhalte ist für Herbst 2024 in Wien eine größere Informationsveranstaltung / Symposium und eine Präsentation der künstlerischen Beiträge zu den Workshops geplant. Dabei sollen die evaluierten Ergebnisse der Tour und ein Ausblick in die Zukunft präsentiert werden.

Öffentliche Abendveranstaltung mit Diskussionsrunde

Dienstag, 23. Jänner 2024,
18 bis 20 Uhr
Kunstraum Lakeside

Workshop mit geladenen Teilnehmern

Mittwoch, 24. Jänner 2024
10 bis 14 Uhr
Kunstraum Lakeside

Hintergrundinformationen

Eine zentrale Aufgabe der Interessensgemeinschaft der Kulturinitiativen in Kärnten/Koroška (IG KiKK) ist es, die schwierigen Arbeitsbedingungen in der Freien Szene zu verbessern. Die finanzielle und soziale Absicherung von Kulturtätigen stellt dabei ein Kernthema dar. Sie ist Voraussetzung für eine nachhaltige und lebendige Kulturszene. In der Praxis ist die Beschäftigungssituation im Kultursektor geprägt von wenigen bezahlten Arbeitsplätzen. Die spärlich vorhandenen sind atypisch und prekär: befristete Projektarbeit auf Honorarbasis, Anstellungen in Teilzeit oder überhaupt nur geringfügige Beschäftigungsverhältnisse. Nebeneffekte solcher Arbeitsbedingungen sind oft schwer zu überbrückende Unterbrechungen in der Sozialversicherung und fehlende Einzahlungsmonate für die Pensionsversicherung, was wiederum die Gefahr der Altersarmut birgt. Um die kulturelle Vielfalt zu sichern, braucht es Mindeststandards der Bezahlung, damit die in diesem Sektor Tätigen von ihrer Arbeit leben können. 2023 veröffentlichte die IG KiKK in ihrem Bericht „Fair Pay Kärnten/Koroška“ einen Überblick über alle österreichweiten Fair-Pay-Bewegungen und leitete daraus Empfehlungen zur Einführung von Fair Pay in Kärnten/Koroška ab.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 02.01.2024 um 16:48 Uhr aktualisiert
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