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/ ©Montage: GPA/ Jost&Bayer.

Kampf ums Gehalt: Diese Branchen haben noch keinen Abschluss

Aktuell werden viele Kollektivverträge wieder neu verhandelt. In einigen Branchen kam es bereits zu Abschlüssen, doch viele kämpfen noch immer um einen besseren Kollektivvertrag.

von Janine Ploner
2 Minuten Lesezeit(369 Wörter)

Die KV–Verhandlungen finden ganzjährig in den unterschiedlichsten Branchen statt. „Derzeit verhandeln die Fachgewerkschaften unter anderem die IT–Branche, Glücksspiel–Branche, Gemeinnütziger Wohnbau, Fahrradboten, private Ordenskrankenhäuser oder Speditionen, um hier nur einige Beispiele zu nennen“, erklärt der Kärntner ÖGB-Landesvorsitzender, René Willegger.

Keine Einigung in Sicht – Proteste sollen helfen

In Bezug auf private Ordenskrankenhäuser fanden am Donnerstag, 18. Jänner 2024, in den vier Häusern in Klagenfurt, Waiern, Treffen und St. Veit noch Betriebsversammlungen statt, ehe am 22. Jänner weiter verhandelt wird – wir haben berichtet. Neuigkeiten gibt es auch aus der IT-Branche. Hier konnte aktuell auch in der sechsten Verhandlungsrunde kein Abschluss erzielt werden. Deswegen wird am Mittwoch, 24. Jänner 2024, vor der Wirtschaftskammer in Wien protestiert. „Die Sozialpartnerschaft hat die letzten Monate bewiesen – auch oftmals mit Protestmaßnahmen und Unterbrechungen der Verhandlungen – dass sie funktioniert und Wege und Lösungen findet, um für die Menschen entsprechende Ergebnisse zu erzielen“, führt Willegger weiter aus.

Die Bundesregierung hat es verabsäumt, Maßnahmen zu setzen, um die Inflation zu bekämpfen.

René Willegger, ÖGB Landesvorsitzender

Inflation deutlich spürbar

Nach wie vor sei die Bundesregierung nicht in der Lage, die Teuerung in Österreich in den Griff zu bekommen. Die Inflation, so Willegger, ist in Österreich im Vergleich zu anderen EU-Ländern weiter auf hohem Niveau. Das spüren auch die Menschen beim täglichen Einkauf, den Mieten, aber auch bei der Energie. „Seit über einem Jahr machen wir als ÖGB auf diese Situation aufmerksam und haben mit unseren Experten auch Maßnahmen vorgeschlagen.“

Politik müsse mit Maßnahmen gegensteuern

Zu jenen Vorschlägen zählen unter anderem die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, den Mietenstopp oder einen staatlichen Eingriff bei der Energie. Alles könne nicht durch KV–Verhandlungen abgefedert werden. Hier müsse auch die Politik mit entsprechenden Maßnahmen gegensteuern, führt Willegger weiter aus, aber diese habe „es verbasäumt Maßnahmen zu setzen, um die Inflation zu bekämpfen.“ Der Kärntner ÖGB-Landesvorsitzender versichert: „Wir als Gewerkschaften sind jedenfalls weiterhin bereit, mit unseren Experten der Bundesregierung dabei zu helfen, endlich die Menschen spürbar zu entlasten.“

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