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Zielnetz 2040: Wie sich das heimische Bahnnetz weiterentwickeln soll

Im Laufe der nächsten zwei Jahrzehnte soll sich im heimischen Bahnnetz einiges ändern. Dafür definierten die ÖBB und das Ministerium das Zielnetz 2040. Der Fachentwurf enthält Maßnahmen von insgesamt 26 Milliarden Euro.

von Sabrina Tischler
2 Minuten Lesezeit(279 Wörter)

Das Zielnetz 2040, eine Leitlinie für die Weiterentwicklung des österreichischen Bahnnetzes, wurde am heutigen Donnerstag, dem 25. Jänner, von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä präsentiert. Das Zielnetz 2040 legt einen grundlegenden Plan für den weiteren Ausbau der heimischen Bahninfrastruktur für die nächsten fünfzehn bis zwanzig Jahren dar.

Beschluss noch heuer

Der Fachentwurf wird nun nach weiteren Gesprächen mit den Bundesländern finalisiert und einer öffentlichen Konsultation unterzogen. Anschließend soll das fertige Zielnetz 2040 noch heuer beschlossen werden.

Zentrale Module im Zielnetz 2040

Auf Basis von vorgelagerten Analysen wurden über 100 Projektideen identifiziert. Die Aussichtsreichsten wurden in Modulen bewertet. Am Ende wurden 67 Projekte in 25 Modulen auf Basis der Bewertungsergebnisse ausgewählt, die nun Teil des Fachentwurfs sind.

255 Millionen Kilometer im Jahr

Das Zielnetz 2040 wird getragen von der Vision, dass im Jahr 2040 auf dem heimischen Bahnnetz insgesamt 255 Millionen Zugkilometer im Jahr gefahren werden können. Das entspricht dem eineinhalbfachen Niveau der heutigen Verkehrsleistung.

Es handelt sich dabei unter anderem um folgende Maßnahmen:

Neue Innkreisbahn (NIB)

  • Eine zweigleisige Neubaustrecke in Oberösterreich und Bayern soll die Fahrzeit zwischen Wien und München von heute vier auf dann zweieinhalb Stunden verkürzen. Das Projekt wird aktuell auch in Deutschland geprüft.
  • Mit dem zusätzlichen Ausbau der bestehenden Innkreisbahn werden auch der Regionalverkehr in der Region gestärkt und die Anbindung an den Zentralraum Linz verbessert.
  • Durch diese angestrebte, kürzere Fahrzeit profitieren auch weiter entfernte internationale Ziele wie etwa Paris.

Pyhrnbahn (PYB)

  • Durch die Errichtung eines neuen Bosrucktunnels wird diese Stecke nicht nur für den Personenverkehr, sondern vor allem auch für den Gütertransport ertüchtigt.
  • Durch die Abflachung können hier künftig längere und schwerere Güterzüge verkehren.

Wien Donauuferbahn (WDB)

  • Mit dem Ausbau der Strecke zwischen Wien Heiligenstadt und Wien Praterkai wird das Angebot im Nahverkehr in Wien umfassend ausgeweitet. Damit wird das Konzept eines mehrteiligen S-Bahnrings in Wien Realität.
  • Zudem wird auch für Güterverkehr mehr Kapazität ermöglicht.

Rheintal (RHT)

  • Mit dem Ausbau der Bahnstrecken im Raum Bregenz wird der Nahverkehr im gesamten Rheintal massiv verbessert.
  • Zudem bietet sich die Möglichkeit einer Optimierung des Fernverkehrs nach Innsbruck und von München über Bregenz nach Zürich.

Eine detaillierte Aufstellung aller Projekte ist außerdem hier abrufbar.

Milliardeninvestition

Der nun vorliegende Fachentwurf für das Zielnetz 2040 ist das Ergebnis eines intensiven Prozesses. Er umfasst Maßnahmen im Umfang von insgesamt grob 26 Milliarden Euro zu heutigen Preisen. Davon sind im aktuellen Rahmenplan 2024-2029 allerdings bereits Projekte im Umfang von rund 4 Milliarden Euro abgebildet.

Weiterer Ausbau

Klar ist: Der Ausbau des Bahnnetzes ist auch im Jahr 2040 in Österreich nicht abgeschlossen. Neben den Projekten im Zielnetz 2040 gibt es eine Reihe von weiteren Strecken, die langfristig ausgebaut werden können. Manche davon wurden auch im Zielnetz-Prozess bereits untersucht. Dazu gehört etwa die Summerauer Bahn in Oberösterreich, an der im Gleichklang mit dem Ausbau auf tschechischer Seite jedenfalls für die Entwicklung nach 2040 weitergearbeitet wird.

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