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Konkursantrag für steirischen Wipfelwanderweg: „War beliebtes Ausflugsziel“

Die Wipfelwanderweg Almfrische Rachau GmbH hat einen Insolvenzantrag gestellt, gibt der Alpenländische Kreditorenverband bekannt. Aufgrund von Sturmschäden wurde der Betrieb bereits 2022 eingestellt.

von Elisa Auer
2 Minuten Lesezeit(296 Wörter)

Die Wipfelwanderweg Almfrische Rachau GmbH mit dem Sitz in Knittelfeld soll beim Landesgericht Leoben einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt haben. Mit der Insolvenzeröffnung wird in Kürze gerechnet.

Zwischen 25.000 und 30.000 Besucher

Die Gesellschaft wurde im Jahr 2007 gegründet. Unternehmensgegenstand ist die Errichtung, der Betrieb und die Bewirtschaftung eines Wipfelwanderwegs in der damaligen Gemeinde Rachau, welche aufgrund der Gemeindestrukturreform mit der Gemeinde St. Margarethen bei Knittelfeld vereinigt wurde. Der Wipfelwanderweg wurde 2009 als höchster Wipfelwanderweg Europas eröffnet und er war ein beliebtes Ausflugsziel. Durchschnittlich besuchten 25.000 bis 30.000 Besucher jährlich den Weg.

Schwere Sturmschäden führten zur Schließung

Bereits für die Errichtung und Investitionen gab es öffentliche Zuschüsse, zudem wurden Kredite aufgenommen. „Seit Beginn der Tätigkeit musste der Betrieb ständig subventioniert werden und es gab aufgrund der fehlenden Liquidität regelmäßige Zuschüsse, vor allem auch von der Alleingesellschafterin“, heißt es vom AKV- Der Wipfelwanderweg war bis Sommer 2022 begehbar. Aufgrund schwerer Sturmschäden wurde der Betrieb eingestellt, weil die Pacht -, Erhaltungs- und Reparaturkosten nicht mehr finanzierbar waren.

Keine Einigung bei Pachtverträgen

Der Wipfelwanderweg verläuft über fremden Grund und es lagen Pachtverträge mit den Grundeigentümern vor. Vor Beginn möglicher Renovierungsarbeiten wurden mit den Verpächtern Verhandlungen über eine notwendige Pachtverlängerung geführt, jedoch konnte nicht mit allen Verpächtern eine Einigung erzielt werden. Vielmehr dürften auch unterschiedliche Standpunkte bezüglich einzelner Eigentumsrechte bestehen, so der AKV.

Keine Mitarbeiter mehr

Im Unternehmen sollen keine Dienstnehmer mehr beschäftigt sein. Die Verbindlichkeiten betragen laut Angaben des AKV 198.814,79 Euro. Die Aktiva werden im Insolvenzantrag mit 11.500 Euro bewertet. Ergänzend werden einzelne Eigentumsrechte bezüglich des Shops und des Restaurants zu klären sein.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 26.01.2024 um 11:12 Uhr aktualisiert

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