Nach Rechtsextremen-Treffen: Gegen Kärntner Arzt wird nun ermittelt
Ein Kärntner Arzt wurde seinen Job los, nachdem er an einem Rechtsextremen-Treffen teilgenommen haben soll. Nun soll die Ärztekammer gegen ihn ermitteln.
Die Humanomed-Gruppe, die Gesundheitseinrichtungen in Kärnten betreibt, beendete ihren Vertrag mit dem Mediziner Mitte Jänner. Wie der „Dossier berichtet“ soll nun die Ärztekammer gegen den Kärntner Arzt ermitteln.
Vertrag wurde bereits aufgelöst
„Die Humanomed-Gruppe distanziert sich ganz klar von jeglichem rechtsextremen Gedankengut, das bei dem Treffen am 25. November 2023 laut Medienberichten diskutiert wurde und lehnt das dahinterstehende rechtsextreme Menschen- und Weltbild vehement ab“, hieß es in einem schriftlichen Statement. Die Gruppe stehe „für langfristiges, nachhaltiges Gesundheitsmanagement nach höchsten ethischen Prinzipien und vertrauenswürdiges und empathisches Handeln (…) Aus diesem Grund und auf Basis der derzeitig vorliegenden Fakten hat das Management der Humanomed-Gruppe den Belegarztvertrag mit dem betreffenden Arzt aufgelöst.“ Die Humanomed-Gruppe betonte außerdem, dass es kein Dienstverhältnis mit dem Mediziner gegeben haben soll. Er sei als Belegarzt tätig gewesen sein und habe Patienten „selbstständig und auf eigene Verantwortung und Rechnung“ behandelt und dafür vertragsgemäß die Infrastruktur der Privatklinik Villach genutzt.
Um welches Treffen ging es?
Vor etwa einem Monat veröffentlichte das Investigativ-Netzwerk „Correctiv“ Berichte über ein geheimes rechtsextremes Treffen in Potsdam. Bei diesem Treffen sollen Pläne zur Abschiebung von Menschen mit Migrationshintergrund diskutiert worden sein. Mitglieder der AfD und der Werteunion und eben auch der Kärntner Arzt sollen teilgenommen haben.