Skip to content
/ ©Foto Fischer
Symbolfoto
Graz investiert Millionen in Photovoltaik, aber nicht für Privatpersonen

Graz investiert Millionen in Photovoltaik, aber nicht für Privatpersonen

Während in zahlreichen Gemeinden in der Steiermark die Errichtung privater Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) auf Dächern unterstützt wird, hinkt die Stadt Graz hinterher, wenn es um finanzielle Anreize für solche Projekte geht.

von Julia Waldhauser
Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(415 Wörter)

Die Stadtregierung verfolgt jedoch das ehrgeizige Ziel, bis 2030 die Hälfte des Strombedarfs der stadteigenen Infrastruktur mithilfe von Photovoltaikanlagen selbst zu decken. In einem ersten Schritt investiert die Stadt dafür von 2024 bis 2026 34 Millionen Euro, was als „größte Klimaschutzmaßnahme der Stadt in den kommenden Jahren“ bezeichnet wird.

Stadt Graz fördert PV auf eigenen Dächern, Privatleute ohne Unterstützung

Gegenwärtig plant die Stadt, etwa 40 Dächer auf städtischen Gebäuden mit PV-Anlagen auszustatten. Doch für private Bürger, die auf ihren eigenen Dächern eine PV-Anlage installieren möchten, gibt es keine finanzielle Unterstützung seitens der Stadt. Vizebürgermeisterin Judith Schwentner von den Grünen erklärt, dass die Stadt Gemeinschaftsanlagen, Balkon-PV-Anlagen und Solaranlagen der Energie Graz fördere. Die Realisierung von PV-Anlagen durch Privatpersonen solle jedoch über Bundesförderungen erfolgen.

Graz investiert Millionen in Photovoltaik, aber nicht für Privatpersonen
©Foto Fischer
Holding Graz Vorstand Gert Heigl, Finanz- und Beteiligungsstadtrat Manfred Eber, Energie-Graz-Geschäftsführer Boris Papousek, Vizebürgermeisterin Judith Schwentner, Stadtbaudirektor Bertram Werle, SP-Klubvorsitzende Daniela Schlüsselberger, Klimaschutzbeauftragte Stadt Graz Thomas Drage, GBG-Geschäftsbereichsleiter Rainer Plösch, Umweltamtsleiter Werner Prutsch und Energie-Graz-Geschäftsführer Werner Ressi.

Grazer Altstadtkommission könnte über PV-Anlagen entscheiden

Um dennoch den Bau privater PV-Anlagen zu erleichtern, plant die Stadt, es öfter zu ermöglichen, PV-Anlagen auch in der Innenstadt zu installieren, vorausgesetzt, sie befinden sich abseits der von der UNESCO geschützten Dachlandschaft. Die Grazer Altstadtkommission könnte künftig über die Genehmigung von PV-Anlagen auf Dächern der Innenstadt entscheiden.

NEOS kritisieren fehlende PV-Förderung

Die NEOS-Gemeinderatsfraktion kritisiert die fehlende Förderung für private PV-Anlagen scharf. Philipp Pointner, NEOS-Gemeinderat, bezeichnet dies als „absolut unverständlich“ und kündigt eine Initiative für die kommende Gemeinderatssitzung am 15. Februar an. Er betont, dass die Unterstützung für Bürger, die PV-Anlagen auf ihren eigenen Dächern errichten möchten, Priorität haben sollte, und dass die fehlenden finanziellen Anreize die Energiewende in Graz behindern.

Photovoltaik-Masterplan mit 34 Millionen Euro Investition

Die Stadt Graz präsentierte ihren „Photovoltaik-Masterplan“, der darauf abzielt, bis 2030 eine beträchtliche Menge an Strom durch PV-Anlagen zu erzeugen. Das erste Umsetzungspaket von 2024 bis 2026 sieht vor, 33 Prozent des prognostizierten Gesamtstrombedarfs des Hauses Graz im Jahr 2027 durch PV-Anlagen abzudecken. Die Gesamtinvestitionskosten von 34 Millionen Euro sollen nicht nur zur Erreichung der Klimaziele beitragen, sondern auch die Preisstabilität des Hauses Graz erhöhen und den regionalen Arbeitsmarkt stärken.

Grazer Photovoltaik-Zukunft

Die nächsten Schritte umfassen die konkrete Umsetzung der Photovoltaik-Anlagen, die Einholung von Gutachten und behördlichen Genehmigungen, Ausschreibungen und den Bau der Anlagen. Die Stadt Graz plant weitere Ausbaupakete für die Jahre nach 2026, um bis 2030 etwa 40 bis 45 GWh/a Strom durch Photovoltaik-Anlagen zu erzeugen und damit die Hälfte des Gesamtstrombedarfs des Hauses Graz abzudecken.

Deine Meinung

Der Artikel ist lesenswert

Vielen Dank für deine Bewertung!
Es wurde Mal abgestimmt

Der Artikel ist informativ.

Vielen Dank für deine Bewertung!
Es wurde Mal abgestimmt

Der Artikel ist ausgewogen.

Vielen Dank für deine Bewertung!
Es wurde Mal abgestimmt
Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.

Mehr Interessantes