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/ ©Pixabay / Noel

Noch fast ein Neuwagen: Trotzdem blieben Navi-Updates plötzlich aus

Um 54.000 Euro erstand ein Kärntner 2019 einen nagelneuen Cupra Ateca. Doch schon wenige Jahre später bereitete ihm sein Wagen Kopfzerbrechen. Der Grund: Das eingebaute Navigationssystem bekam keine Aktualisierungen mehr.

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(279 Wörter)

Für Aufhorchen sorgte kürzlich ein Beitrag des österreichischen Nachrichtenjournals „Zeit im Bild“. Das ORF-Format stieß auf den Fall eines Kärntners, der monatelang in eine Diskussion mit dem Volkswagen-Konzern verwickelt war. Der Grund: Das eingebaute Navigationssystem seines im Jahr 2019 erstandenen Cupra Atecas erhielt bereits nach vier Jahren keine Aktualisierungen mehr. Ein Problem, wenn man bedenkt, dass es immer wieder zu Änderungen im österreichischen Straßennetz kommt.

„Kartenupdate nur für drei Jahre möglich“

Die Antwort des Herstellers folgte prompt. Ein Kartenupdate sei nur für drei Jahre möglich, so der Autohersteller. „Wäre man boshaft, könnte man annehmen, dass hier auf digitalem Wege versucht wurde, von Seiten des Herstellers eine Verkürzung der Lebensdauer herbeizuführen“, meint Guido Zeilinger von der Arbeiterkammer Steiermark dazu. „Ab 2022 wäre es anders.“ Denn da trat eine Änderung des Verbraucher-Gewährleistungs-Gesetzes in Kraft. Seitdem gibt es ein Recht auf Updates. Zeilinger dazu: „Jetzt muss der Händler ganz klar dafür einstehen, dass das Produkt so lange up to date ist, wie man es von einem Produkt dieser Art und Weise verlangen kann. […] Also mindestens zwei Jahre, aber ganz ehrlich: Bei einem Navigationsgerät, dass eingebaut ist, werden es wohl definitiv mehr Jahre sein […].“

Lösung gefunden

Auch im Fall des Kärntners wurde nach der ZIB-Intervention eine Lösung gefunden. „Nach Ihrer Anfrage […] haben sich tatsächlich neue Erkenntnisse ergeben“, so ein Cupra-Sprecher und weiter: „Es kann bestätigt werden, dass der besagte Cupra Ateca […] nach wie vor mit Navigationsdaten aktualisiert werden kann.“ Eine Aktualisierung des Kartenmaterials sei damit auch über die drei Jahre hinaus möglich.

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