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Ein Bild auf 5min.at zeigt Herbert Diamant, Maximilian Turrini, Susanne Kißlinger, Günther Goach, Michaela Eigner-Pichler und Gerald Prein.

Überstunden und Co.: Die Dauerbrenner der Rechtsschutzberatung

Die Vorjahresbilanz zeigt, dass die Rechtsschutzexperten der Arbeiterkammer Kärnten insgesamt 125.550 Beratungen durchgeführt haben. Die Spitzenreiter bei den Beratungsthemen blieben die gleichen.

von Tanja Janschitz
2 Minuten Lesezeit(335 Wörter)

Insgesamt 65,9 Millionen Euro konnten die Rechtsschutzexperten der Arbeiterkammer Kärnten 2023 für heimische Arbeitnehmer erkämpfen. Im vergangenen Jahr wurden 2.344 Neuvertretungen verzeichnet, darunter 479 Klagen und 1.865 Interventionen. Insgesamt wurden 2.058 Arbeitsrechtsakte positiv erledigt, wobei 479 Klagen einen Gesamtbetrag von 3,2 Millionen Euro und 1.579 Interventionen einen Betrag von 2,9 Millionen Euro für die Arbeitnehmer einbrachten. Zudem wurden im Bereich Arbeitsrecht 6,1 Millionen Euro erkämpft. „Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer in Kärnten hat Anspruch auf kostenlosen Rechtsschutz im Arbeits- und Sozialrecht sowie bei Insolvenzen – ein unverzichtbarer Service der Arbeiterkammer“, so AK-Präsident Günther Goach.

Ein Bild auf 5min.at zeigt Arbeiterkammer-Präsident Günther Goach.
©AK / Helge Bauer
Am Foto: AK-Präsident Günther Goach

Top-Themen in der Beratung

Die Spitzenreiter bei den Beratungsthemen blieben die gleichen: „Wie bereits im Vorjahr geht es um Entgeltabrechnungen, falsche Einstufungen, Auflösungen von Arbeitsverhältnissen und unbezahlte Überstunden. Mittels Intervention und nötigenfalls Klage können wir unseren Mitgliedern helfen“, weiß Max Turrini, Leiter des Arbeits- und Sozialrechts in der Arbeiterkammer Kärnten. Die Auflösungen im Krankenstand blieben ebenso ein Dauerbrenner. Im Sozialrecht wurden 2023 zudem 538 Neuvertretungen im Bereich von Invaliditätspensionen, Berufsunfähigkeitspensionen und Feststellung von Schwerarbeitszeiten verzeichnet. 55 Fälle betrafen die Versehrtenrente, Ausgleichszulage und sonstiges. 276-mal ging es um Rehageldansprüche und 356-mal um Pflegegeld. Insgesamt wurden 1.418 Klagsfälle abgeschlossen, wobei 774 positiv und 644 negativ abgeschlossene Gerichtsakte zu verzeichnen waren. Die Sozialrechtsexperten erkämpften einen Gesamtbetrag von 54 Millionen Euro für die Arbeitnehmer im Sozialrecht.

Unterstützung für Insolvenzopfer

Der Insolvenzschutzverband für Arbeitnehmer:innen (ISA) hat 2023 insgesamt 735 Fälle vertreten und dabei 5,8 Millionen Euro für die Betroffenen eingefordert. Insgesamt waren 295 Unternehmen von Insolvenzen betroffen. „Der IEF, der Insolvenzentgeltfonds, wird aus den
Einnahmen der Lohnnebenkosten finanziert. Sollten die Lohnnebenkosten gesenkt werden, wer hilft dann Insolvenzopfern in Zukunft?“, fragt Goach und betont: „Damit nicht genug: Pension, Krankenstand oder Pflegeurlaub stehen hinter Lohnnebenkosten. Die Senkung würde bedeuten, dass es weniger Sozialleistungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gibt!“ Die Arbeiterkammer Kärnten überbrückte überdies die finanzielle Not vieler Insolvenzopfer mit der AK-Insolvenz-Soforthilfe, wobei ein Gesamtbetrag von 434.640 Euro als Überbrückungshilfe an die Arbeitnehmer ausbezahlt wurde.

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