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/ ©Fotomontage: LPD Steiermark & pixabay & pexels / BYB BYB
Foto in Beitrag von 5min.at: Zu sehen ist eine Apothekerin vor einem Polizisten bei einer Apotheke.
Die Apothekerin hat jetzt sogar Polizeischutz beantragt.

Nach Rassismus-Eklat: Grazer Apothekerin braucht jetzt Polizeischutz

Wie 5 Minuten vor zwei Tagen exklusiv berichtete, wurde eine Bewerberin bei einer Apotheke, die ein Kopftuch trägt, rassistisch beleidigt. Der Fall ist viral gegangen, die Apothekerin braucht jetzt sogar Polizeischutz.

von Phillip Plattner
2 Minuten Lesezeit(338 Wörter)

„Super, was sollen wir mit einer Schleiereule?“ Diese Antwort auf eine Bewerbung einer Muslima ist in den vergangenen Tagen durch die sozialen Medien gegangen. Gleich mehrere Leser haben uns ein Reddit-Posting (es handelt sich um eine Social-Media-Plattform) geschickt, in welchem das thematisiert wurde, woraufhin wir nachgeforscht und berichtet haben. Gegenüber 5 Minuten teilte man daraufhin seitens der Apotheke mit, dass man von dem Fall wisse, das aber „komplett aus dem Zusammenhang gerissen“ sei.

Nach Rassismus-Eklat: Grazer Apothekerin braucht jetzt Polizeischutz
©Screenshot Reddit

„Derartige Aussagen haben keinen Platz in unserer Gesellschaft“

Auch die steirische Apothekerkammer hat sich auf Nachfrage mit dem Fall beschäftigt und den Fall „zutiefst bedauert“. „Wir distanzieren uns in aller Form von jeglichen kulturell, religiös oder sonstigen weltanschaulich motivierten Diskriminierungen. Als Vertretung eines toleranten und weltoffenen Berufsstandes verurteilen wir rassistisches Verhalten aufs Schärfste. Derartige Aussagen haben keinen Platz in unserer Gesellschaft, sind vollkommen inakzeptabel und mit den Grundsätzen des Apotheker-Berufsstandes in keiner Weise vereinbar„, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme der Apothekerkammer gegenüber 5 Minuten.

Massive Drohungen an Apothekerin

Wie nun bekannt wurde, sei die Mail vom Mann der Apothekerin gewesen und eigentlich für ebenjene gedacht und nicht für die Bewerberin. Er habe sich aber bei der Studentin entschuldigt, heißt es laut Medienberichten. Wie „heute.at“ nun berichtet, habe die Apothekerin massive Drohungen erhalten. Das Ganze geht so weit, dass sie nun sogar für ihren Nachtdienst Polizeischutz beantragen musste.

FPÖ: „Grundsätzlich verstehe ich die Dienstgeberin“

Der Bezirksobmann der FPÖ Graz-Ries, Jürgen Angerer, findet zwar die Wortwahl „denkbar unangemessen“, grundsätzlich würde er aber Dienstgeber verstehen, „die Probleme mit dem Kopftuch als Symbol des politischen Islam haben, immerhin repräsentieren Mitarbeiter ein Unternehmen auch immer nach außen“. Das Tragen von religiösen Kopfbedeckungen solle seiner Meinung nach im öffentlichen Dienst verboten werden. „In einem weiteren Schritt sollte diese Möglichkeit allen Arbeitgebern eingeräumt werden“, so Angerer. Er lehne es auch ab, „ein für unseren Bezirk wichtiges Unternehmen zu ruinieren oder mit Drohungen zu überziehen“.

Foto in Beitrag von 5min.at: Zu sehen ist der Bezirksparteiobmann der FPÖ Graz - Ries Jürgen Angerer.
©FPÖ Graz-Ries
Bezirksparteiobmann der FPÖ Graz – Ries, Jürgen Angerer
Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 01.03.2024 um 14:50 Uhr aktualisiert

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