Skip to content
/ ©KABEG

Familie spendet Augensteuerungsgerät für schwerkranke Patienten

Die Abteilung für Chronisch Kranke des Zentrums für Altersmedizin im Klinikum Klagenfurt am Wörthersee freut sich über eine ganz besondere Spende für schwerstkranke Patienten.

von Anja Mandler
2 Minuten Lesezeit(368 Wörter)

Menschen, die nach schweren Unfällen oder neurologischen Erkrankungen massive Hirnverletzungen davontragen, sind oft nicht mehr in der Lage Arme und Beine zielgerichtet zu bewegen, sich sprachlich auszudrücken und zu kommunizieren. Acht Patientinnen und Patienten zwischen 26 und 77 Jahren mit derartigen Einschränkungen werden aktuell auf der Station C3 der Abteilung für Chronisch Kranke des Zentrums für Altersmedizin im Klinikum Klagenfurt am Wörthersee betreut. Für sie gibt es nun eine besondere Neuerung. „Eine Familie aus Oberösterreich spendete uns einen Augensteuerungscomputer, den sie nicht mehr benötigt“, erzählt Abteilungsvorstand Prim. Dr. Georg Pinter, der betont, dass das Hightechgerät „eine Bereicherung für die Therapie aber natürlich auch für die Kommunikation ist.“

Augensteuerungsgerät bringt Patienten mehr Selbstbestimmung

Es soll künftig vor allem in der Ergotherapie, aber auch in der Logopädie zum Einsatz kommen. „Es ermöglicht uns, die kognitiven Fähigkeiten, das Merk- und Konzentrationsvermögen und auch die Handlungsplanung unserer Patienten noch besser erfassen und trainieren zu können“, erklärt Ergotherapeutin Elisabeth Lassnik. Diese Fähigkeiten sind mangels zielgerichteter Bewegungs- und Kommunikationsmöglichkeit der Patienten bisher trotz großer Erfahrung des Behandlungsteams eingeschränkt erfassbar. Zudem kann das Augensteuerungsgerät Augenbewegungen aufzeichnen, was bei der Befundung eingesetzt werden kann. „Das Gerät eröffnet für unsere Patientinnen und Patienten die Möglichkeit wieder etwas Selbstbestimmung zu erfahren und im besten Fall auch die Teilhabe am Leben zu erhalten, was eine Verbesserung der Lebensqualität mit sich bringt“, ist sich Lassnik sicher. „Ein langfristiges Ziel ist, dass die Patienten mit den Angehörigen, und dem Behandlungsteam kommunizieren können“, führt Lassnik aus. Das Ausmaß der gewonnenen Teilhabe und Lebensqualität wird sich durch die zum Erlernen erforderlichen wiederholenden Therapieeinheiten erst in den nächsten Monaten zeigen.

Großer Dank

Am Mittwoch, den 28. Februar, wurde das Augensteuerungsgerät von Armin Gutzelnig, Lifetoolberater der Diakonie de la Tour an das Team der Abteilung für Chronisch Kranke übergeben. „Wir möchten der Familie aber auch Armin Gutzelnig unseren tiefen Dank aussprechen“, sagt Prim. Dr. Pinter. Sind doch die Kosten für die Anschaffung eines Augensteuerungscomputers mit 15.000 bis 20.000 Euro enorm.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 01.03.2024 um 12:59 Uhr aktualisiert

Deine Meinung

Der Artikel ist lesenswert

Vielen Dank für deine Bewertung!
Es wurde Mal abgestimmt

Der Artikel ist informativ.

Vielen Dank für deine Bewertung!
Es wurde Mal abgestimmt

Der Artikel ist ausgewogen.

Vielen Dank für deine Bewertung!
Es wurde Mal abgestimmt
Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.

Mehr Interessantes