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Kein Mittagessen: Essenzusteller streiken morgen für mehr Lohn

Fahrradboten und Essenzusteller in Wien, Graz, Innsbruck und Klagenfurt werden Donnerstagmittag ihre Arbeit niederlegen. Grund sind stockende Kollektivvertragsverhandlungen.

von Julia Mannsfeld
1 Minute Lesezeit(239 Wörter)

Beschäftigte bei Lieferando und Foodora streiken am morgigen Donnerstag – wie berichtet – zwischen 13 und 15 Uhr. Grund dafür sind die zähen Kollektivvertragsverhandlungen. Nach vier Verhandlungsrunden lag das Angebot der Arbeitgeber noch immer bei nur 5,8 Prozent. Das deckt nicht einmal die von der Gewerkschaft vida geforderte rollierende Inflation in Höhe von 8,7 Prozent ab.

ÖGK erteilt Streikfreigabe

Die Beschäftigten haben sich mit überwiegender Mehrheit für einen Arbeitskampf ausgesprochen. Am Montag haben die Betriebsräte für einen Warnstreik gestimmt. Der ÖGB hat bereits die Streikfreigabe erteilt. „Die fehlende Kompromissbereitschaft der Arbeitgeber hat uns und den Beschäftigten keine andere Wahl gelassen“, betont Toni Pravdic, KV-Verhandlungsleiter der Gewerkschaft vida.

Beschäftigte liegen an Armutsgrenze

„Wenn wir hier von Lohnerhöhungen sprechen, dann reden wir von Beschäftigten in einer Niedrigentlohner-Branche, in der die Arbeitgeber den Beschäftigten bei 1.730 Euro brutto im Monat für 40 Stunden pro Woche keine Teuerungsabgeltung gönnen wollen“, kritisiert Pravdic. „Das drückt natürlich auf die Motivation der Beschäftigten, die mit ihren Nettolöhnen derzeit knapp an der aktuellen Armutsgrenze liegen“, ergänzt Fabian Warzilek, Betriebsratsvorsitzender bei Lieferando und Mitglied des vida-KV-Verhandlungsteams. Die Armutsgrenze ist für Österreich aktuell mit nicht ganz 1.400 Euro bemessen. „Leistung bei jedem Wetter und hoher körperlicher Anstrengung sollte sich lohnen und darf nicht zu Armut und verzweifelten Lagen führen“, fordert Warzilek abschließend.

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