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Stiller Protest: Villach setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Am heutigen 7. März wurde auch in Villach gemeinsam gegen Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht. Der stille Protest fand von 7.07 Uhr bis 7.37 Uhr auf dem Nikolaiplatz statt.

von Anja Mandler
2 Minuten Lesezeit(452 Wörter)

In Gedenken an jene sieben Frauen, die dieses Jahr in Österreich bereits ermordet wurden, trafen sich heute – den 7. März von 7:07 Uhr bis 7:37 Uhr – zahlreiche Frauen und Männer in Spittal, Villach, Klagenfurt und Wolfsberg, um gemeinsam gegen Gewalt an Frauen und Mädchen aufzutreten! Die Aktion wurde durch die Frauenberatungsstellen in den Bezirken organisiert und gemeinsam mit dem Frauen- und Gleichstellungsreferat des Landes durchgeführt.

Foto auf 5min.at zeigt Frauen mit Schildern in der Hand, um gegen Gewalt zu protestieren.
©KK/ Haris
Foto auf 5min.at zeigt Frauen mit Schildern in der Hand, um gegen Gewalt zu protestieren.
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Foto auf 5min.at zeigt Frauen mit Schildern in der Hand, um gegen Gewalt zu protestieren.
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Femizide sind gezielte Hassverbrechen von Männern gegen Frauen aufgrund ihres Geschlechtes und/oder der Nichteinhaltung von traditionellen sozialen und patriarchalen Rollenvorstellungen, die Frauen zugeschrieben werden. Alter, Nationalität, Religion und Status spielen dabei keine Rolle, jede Frau kann Opfer eines Femizids werden. Landesfrauenbeauftrage Martina Gabriel: „Seit Jahresbeginn wurden sieben Frauen brutal ermordet. Wir können es nicht ungeschehen machen, aber gemeinsam ein Zeichen gegen patriarchale Gewalt setzen. Angesichts der Femizide kann nicht zur Tagesordnung übergegangen werden. Es braucht eine österreichweite Strategie um gegen Männer mit destruktiven Denk- und Verhaltensweisen vorzugehen“.

Hilfsangebote auch für Männer wichtig

Es sei wichtig, nicht nur ein Angebot für Frauen und Mädchen zu gewährleisten, sondern auch für Männer. Denn eine gewaltpräventive Beratung für Männer in schwierigen Lebenslagen, könne die Eskalation von Konflikten und gewalttätige Handlungen und Fremd- und Selbstgefährdung verhindern. Auch hier gibt es bereits zahlreiche Anlaufstellen und Helplines, deren Ausbau stetig vorangetrieben wird. „Auch wenn Emanzipation für viele Menschen noch immer ein Reizwort ist, empfinde ich es als immens wichtig, dass diese im Sinne von innerer Emanzipation als Befreiung aus der eigenen Unmündigkeit bereits im frühen Kindesalter gelernt und gelehrt wird. Dazu gehört auch das Aufbrechen von Klischees und Rollenbildern, die vor allem in patriarchalen Gesellschaften, aber auch bei uns im ländlichen Bereich, noch tief verwurzelt sind. Gender und Diversity müssen ein Thema nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Eltern sein, die ihre Werte den Kindern weitergeben!“, so Angelika Hinteregger, Leiterin der Oberkärntner Mädchen- und Frauenberatung.

Aktionsplan für Gewaltschutz gefordert

Frauenreferentin Sara Schaar fordert die Bundesregierung erneut zum Handeln auf: „Denn das Ziel sei es unter anderem, einen Nationalen Aktionsplan für Gewaltschutz rasch zu erarbeiten und umzusetzen sowie einen permanenten Krisenstab von Justiz-, Frauen- und Innenministerium in Zusammenarbeit mit den Opfer- und Gewaltschutzeinrichtungen der Länder zu installieren, um Frauenleben in Österreich zu schützen.“ Schaar weiter: „Ich möchte mich bei den Organisatorinnen sowie bei allen Beteiligten für ihre Unterstützung beim landesweiten Protest recht herzlich bedanken. Wir haben heute gemeinsam ein wichtiges Zeichen gesetzt. Stopp der Gewalt an Frauen! Für ein gewaltfreies Leben für alle Mädchen und Frauen!

Hilfsangebote

Hilfsangebote werden österreichweit angeboten siehe https://www.hilfsangebote-bei-gewalt-gegen-frauen.at/hilfsangebote.html. Die Kärntner Beratungshotline für Frauen und Mädchen ist rund um die Uhr kostenlos unter der Nummer 0660/2144 24 01 erreichbar.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 07.03.2024 um 09:25 Uhr aktualisiert

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