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Symbolfoto zu einem Beitrag von 5min.at: Zwei Menschen unterhalten sich über einen Vertrag.

Steiermark: Im Schnitt zwei Firmenpleiten pro Tag

Firmenpleiten nehmen Fahrt auf, wenngleich in der Steiermark wesentlich verhaltender als in einigen anderen Bundesländern. Passiva* explodieren aufgrund einiger größerer Insolvenzen. 

von Redaktion 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(265 Wörter)

Laut aktueller KSV1870 Hochrechnung wurden im ersten Quartal 2024 in der Steiermark 179 (+ 11,2 % gegenüber 2023) Unternehmensinsolvenzen gezählt. Das entspricht rund zwei Firmenpleiten pro Tag. Besonders betroffen sind vor allem die Branchen Bau, Handel und Beherbergung/Gastronomie. Aufgrund mehrerer Insolvenzen von jeweils über 3 Mio. Euro haben sich die vorläufigen Passiva* um 114,7 % auf 73 Mio. Euro erhöht.

An Geschwindigkeit zugelegt

Parallel zu den steigenden Insolvenzen hat sich zudem die Anzahl der betroffenen Mitarbeiter auf 603 Personen um rund ein Drittel erhöht. Für das Jahr 2024 erwartet der KSV1870 aus heutiger Sicht an die 700 Firmenpleiten. Das heimische Insolvenzgeschehen hat in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich an Geschwindigkeit zugelegt. Die wirtschaftliche Lage zahlreicher heimischer Unternehmen ist im Jahr 2024 weiterhin äußerst angespannt und das Marktumfeld gestaltet sich vielerorts schwierig – insbesondere die Industrie leidet aufgrund der hohen Energiekosten massiv.

Eröffnete/Nicht eröffnete Insolvenzen

Der Insolvenzexperte analysiert: Plus 15,5 % bei den Eröffnungen und plus 2 % bei den mangels Vermögens nicht eröffneten Verfahren. „Die Verschiebung hin zu den eröffneten Verfahren ist sehr erfreulich und ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Transparenz in der Wirtschaft. Ein eröffnetes Verfahren bedeutet eine geordnete Aufnahme der Schulden, Prüfung auf Anfechtbarkeiten, gleichmäßige Gläubigerbefriedigung, eine Analyse hinsichtlich strafbarer Handlungen und vor allem eine Chance auf Sanierung“, hält Jonke fest.

Steiermark liegt weit unter dem Bundestrend

Im österreichweiten Durchschnitt sind die Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal 2024 um rund 27 % gestiegen. Unser Bundesland weist mit einem Plus von 11,2 %, nach Salzburg mit 7,1 % und Tirol mit gar einem Minus von 23,7 %, den zweitniedrigsten Zuwachs gegenüber 2023 auf.

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