A9-Kontoverse: Grüne fassungslos über angebliche „Alternativenlosigkeit“
Der Ausbau der A9 sorgt in der Regierung für viel Gesprächsstoff. Im Konkreten geht es um eine dritte Spur, die den Verkehr entlasten soll. Wie aber so oft, gibt es hinsichtlich dieser Thematik geteilte Meinungen.
Der Endbericht zur dritten Fahrspur auf der A9 wurde der Steiermärkischen Landesregierung zur Kenntnis gebracht, in weiterer Folge veröffentlicht und auch dem Landtag Steiermark zur weiteren Debatte übermittelt. Die Präsentation der Daten und Fakten erfolgte bereits im August von Landeshauptmann Christopher Drexler und Verkehrsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang und soll ergeben haben, dass eine dritte Spur auf der A9 alternativlos sei.
Im Februar wurde bereits kräftig diskutiert
Am 2. Februar 2024 luden die steirischen Grünen zum Runden Tisch, um über einen Ausbau der A9 zu diskutieren. Im Raum stand dabei, ob eine dritte Spur auf der A9 „zwingend notwendig“ sei. Das Thema muss ganzheitlich diskutiert werden, unter Berücksichtigung weiterer Faktoren wie Klimaschutz oder Raumordnung, so die die mehrheitliche Haltung zu dem Thema, welche sich im Zuge der Sitzung herauskristallisierte. Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl betonte in diesem Zusammenhang, dass es sehr wohl Alternativen geben würde und ein Ausbau nicht die einzige Option sei.
Laut Experten gäbe es Alternativen
Nun hat die Thematik bei den Grünen erneut hohe Wellen geschlagen. „Die wiederholten Behauptungen einer „angeblichen Alternativenlosigkeit“ von Landeshauptmann Drexler sorgen für heftige Kritik: „Selbst der Autor der vom Land in Auftrag gegebenen Studie, Prof. Fellendorf, hat in unserer Expertendiskussion zugegeben, dass es sehr wohl Alternativen zu einem Ausbau der A9 gibt. Doch der Landeshauptmann und die Regierungsfraktionen im steirischen Landtag haben unsere Einladung zu einer umfassenden Betrachtung mit Expertinnen und Experten immer wieder ausgeschlagen!“, schüttelt Grünen-Chefin Sandra Krautwaschl den Kopf.
Grüne fordern erneute Gespräche
„Eine parlamentarische Enquete haben die Regierungsparteien genauso abgelehnt wie die Einladung zu unserem Runden Tisch, an dem auch der Studienautor teilgenommen hat. Unsere Alternativvorschläge inklusive massiver Ausbau von Mikro-ÖV werden allesamt abgelehnt oder in Unterausschüssen geparkt und nicht bearbeitet.“ Krautwaschl appelliert an Drexler, sich erneut mit allen Verantwortlichen zusammenzusetzen und das Thema ausführlich zu diskutieren.