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„Intimbereich abgetastet“: Schwere Vorwürfe gegen Polizistin

Eine Aktivistin der "Letzten Generation" erhebt schwere Vorwürfe gegen eine Beamtin in Wien. Die Polizei weist die Anschuldigung zurück.

von Julia Mannsfeld Logo 5 Minuten
1 Minute Lesezeit(203 Wörter)

Laut Presseaussendung der „Letzten Generation“ wurde Jelena Saf (25) nach einem Klimaprotest für den Erhalt der Lebensgrundlagen im anschließenden Polizeigewahrsam von einer Beamtin im Intimbereich abgetastet. „Die polizeiliche Maßnahme wurde, wie bereits in zwei ähnlichen Fällen zuvor, als klar rechtswidrig beurteilt“, so das Wiener Verwaltungsgericht.

Anwalt Lahner klärt auf

Anwalt Clemens Lahner erklärte: “Das Verwaltungsgericht Wien hat sowohl den Befehl, auch die Unterhose herunterzuziehen bzw. das Abtasten durch die Unterhose hindurch für rechtswidrig erklärt, als auch, dass die Beamtin beim Verlassen dieses Raumes die Türe offenstehen lassen hat. Meine Mandantin hatte nicht ausreichend Zeit, sich wieder anzuziehen, wodurch vorbeigehende Personen sie im unbekleideten Zustand sehen können hätten”.

„Opfer“ wenig begeistert

Jelena Saf kommentierte ihren Erfolg vor Gericht wenig euphorisch: “Unsere Proteste scheinen strukturelle Missstände im Umgang der Polizei mit Bürger aufzudecken. Ich will mir gar nicht vorstellen, was Menschen in Gewahrsam passieren könnte, die sich so wie wir nicht wehren können”. Die junge Frau betonte, dass all diese erniedrigenden Maßnahmen der Polizei nicht nötig wären, wenn die Regierung endlich handelt und ein Grundrecht auf Klimaschutz in der Verfassung verankert.

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