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Weil jede Sekunde zählt: KAGes präsentieren Programm „Teamergency“
V. l.: Michael Lehofer, Gerhard Stark, Ulf Drabek, Karlheinz Kornhäusl.

Weil jede Sekunde zählt: KAGes präsentieren Programm „Teamergency“

Am 2. April präsentierten die KAGes ihr Notfall- und Teamtrainingsprogramm „TEAMERGENCY“, das nach einer erfolgreichen Pilotphase bald an weiteren KAGes-Standorten umgesetzt werden soll.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(386 Wörter)
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Bei einem Notfall zählt jede Sekunde und jeder Handgriff muss sitzen. Ein eingespieltes Team ist dabei genauso wichtig wie die fachliche Expertise. Die Steiermärkischen Krankenanstalten (KAGes) präsentieren mit „Teamergency“ ein Trainingskonzept, das Notfall- und Teamtrainings berufsgruppenübergreifend miteinander kombiniert, für mehr Sicherheit bei Notfällen sorgt und zur Verbesserung der Zusammenarbeit beiträgt. Im Februar 2023 startete das Pilotprojekt mit dem LKH Graz II, Standort West, dem LKH Südsteiermark, Standort Wagna, und dem LKH-Univ. Klinikum Graz. Im Laufe des Jahres wurde es um das LKH Oststeiermark, Standort Hartberg, erweitert. Jetzt soll das Programm aufgrund des Erfolgs des Pilotprojektes und der großen Beliebtheit bei den Mitarbeitern auch sukzessive auf weitere KAGes-Standorte ausgeweitet werden.

Teamwork im Emergency

Beim Wort „TEAMERGENCY“ handelt es sich um ein Portmanteau – es setzt sich aus den Begriffen TEAMWORK und EMERGENCY zusammen, was den Hauptfokus dieses Trainingsprogramms widerspiegelt. Entwickelt wurde das Projekt durch die beiden Vorstandsassistenten Dr. Bernhard Kowalski und Dipl.-Ing. Lucas Pflanzl-Knizacek. Ziel des Projekts ist es, durch Stärkung der Zusammenarbeit und Kommunikation im Team die Reaktionszeiten im Notfall zu verkürzen und sowohl die Patienten- als auch die Mitarbeitersicherheit zu erhöhen.

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V. l.: Michael Lehofer, Lucas Pflanzl-Knizacek, Bernhard Kowalski, Gerhard Stark, Ulf Drabek, Karlheinz Kornhäusl, Svenja Morianz.

Training durch Simulation

Teamergency setzt auf mindestens einmal im Monat durchgeführte, maximal 30-minütige Trainings. Trainiert wird direkt am Arbeitsplatz mit eigenem Equipment und im eigenen multiprofessionellen Team von drei bis fünf Teilnehmenden unter Anleitung eines Trainers. Dabei liegt der Fokus auf der Simulation von Notfallsituationen wie Herzinfarkt, Kreislaufstillstand oder septischem Schock, gefolgt von einer anschließenden Nachbesprechung zur gemeinsamen Erarbeitung möglicher Verbesserungen. Ergänzend dazu fördern kreative Teamtrainings, wie beispielsweise das blind angeleitete Zusammensetzen eines Puzzles unter starkem Zeitdruck, die Kommunikationsfähigkeit und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Berufsgruppen.

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Gerhard Stark, Ulf Drabek und Karlheinz Kornhäusl (v. l.) in Aktion.

Erfolgreiche Pilotphase

Bereits in der Pilotphase von Februar bis Dezember 2023 konnten über 50 Teamergency-Trainings mit durchschnittlich fünf Teilnehmenden erfolgreich durchgeführt werden, u. a. auf der EBA (Erstuntersuchung-Beobachtung-Aufnahme) und der Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie des LKH-Univ. Klinikum Graz. Weiters wird dieses innovative Trainingskonzept auch wissenschaftlich begleitet. Das Ergebnis der Befragung von über 200 Teilnehmenden und 26 Trainern bestätigt die Effektivität von „Teamergency“. Die konstruktiven Rückmeldungen reichen von einer verbesserten berufsgruppenübergreifenden Zusammenarbeit bis hin zu einem erhöhten Sicherheitsgefühl und einem positiven Betriebsklima.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 02.04.2024 um 13:42 Uhr aktualisiert
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