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Sturm zieht Spur der Verwüstung: „Großer Dank gebührt allen Einsatzkräften“

Die steirischen Feuerwehren waren am Ostermontag, den 1. April im Dauereinsatz. Umgefallene Bäume, Zug- und Stromausfälle aufgrund heftiger Windböen hielten die Florianis auf Trab. Auch Todesopfer forderte der Sturm.

von Elisa Auer
3 Minuten Lesezeit(625 Wörter)

Seit gestern fordert ein Waldbrand im Gebiet Wildalpen und Großreifling die steirischen Einsatzkräfte in der Region, die seit dem heutigen Dienstag, den 2. April durch vier Hubschrauber des Bundesheeres im Assistenzeinsatz sowie zwei Hubschrauber des Innenministeriums im Hilfseinsatz in der Waldbrandbekämpfung unterstützt werden. Ebenfalls seit Montag fegt ein Föhnsturm mit 100 km/h, im Gebirge sogar mit Windspitzen bis 200 km/h, durch die Steiermark und verursachte zahlreiche Schäden im ganzen Land. Zahlreiche Einsatzkräfte und Monteure der Energie Steiermark sind ebenso wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes Steiermark – etwa des Straßenerhaltungsdienstes (StED) – daher landesweit im Einsatz, um Sturmschäden zu beseitigen, geschädigte Stromleitungen zu reparieren und gesperrte Straßen zu räumen.

Drei Todesopfer in der Steiermark forderte der Sturm

Landeshauptmann Christopher Drexler und Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang: „Wir möchten uns sehr herzlich bei den Einsatzkräften im ganzen Land bedanken. Ob in der Aufarbeitung und Hilfe rund um die Sturmschäden oder der Waldbrandbekämpfung – sie leisten unter schwierigsten Bedingungen unschätzbar wichtige Arbeit für die Sicherheit der Steirerinnen und Steirer. Sie sind auch am Ostermontag sofort in den Einsatz gegangen und haben wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass man sich rund um die Uhr auf unsere Einsatzkräfte verlassen kann. Dafür können wir uns gar nicht genug bedanken.“ Im Zuge des Föhnsturms kam im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld ein älteres Ehepaar durch einen umgestürzten Baum ums Leben – wir berichteten. In der Nähe ereignete sich ein weiterer tödlicher Verkehrsunfall. „Die tragischen Todesfälle vom gestrigen Ostermontag machen betroffen. Wir sprechen den Angehörigen unser tief empfundenes Mitgefühl aus. Danke an die Einsatzkräfte – die Rettung, die Notärzte und die Feuerwehren – die auch rund um diese schweren Unfälle alles gegeben haben“, so Drexler und Lang.

Waldbrände beschäftigen die steirische Spitze

Die Steiermärkische Landesregierung betont im Vorfeld der morgigen Landeshauptleutekonferenz die Notwendigkeit, auf das gestiegene Waldbrandrisiko zu reagieren und die Finanzierung der Waldbrandbekämpfung sicherzustellen. Den Bundesländern stehen aktuell Mittel aus einem Fonds auf Basis des Waldfondsgesetzes zur Verfügung, die eine 80-prozentige Förderung von Spezialgeräten und Spezialausrüstungen für Feuerwehren vorsieht. Allerdings sind Fahrzeuge nicht vom Begriff „Spezialgeräte und Spezialausrüstung“ umfasst. Zudem übersteigen die angefallenen Kosten die Mittel des im Jahr 2027 auslaufenden Waldfonds in erheblichem Maße.

Landeshauptmann hat konkrete Forderung

„Ich will, dass zum einen die Mittel pro Bundesland noch während der laufenden Fondsperiode deutlich erhöht werden und Förderbeschränkungen wie der Ausschluss von Fahrzeugförderungen beseitigt werden“, so Drexler zu seiner Initiative. Außerdem muss aus steirischer Sicht in Hinblick auf künftige Ersatzbeschaffungen Rechts- und Finanzierungssicherheit geschaffen werden. Die derzeitige Befristung des Waldfonds wird dieser Anforderung nicht gerecht. Der Bund wird daher aufgefordert, eine Förderstruktur zu schaffen, die nicht von ständigen Gesetzesnovellen abhängig ist. Diese Forderung wird auf Initiative von Landeshauptmann Christopher Drexler bei der morgigen Landeshauptleute-Konferenz in St. Pölten behandelt.

Aktuelle Sperren

Aufgrund entstandener Sturmschäden sind steiermarkweit nach wie vor einige Straßen gesperrt. Aktuell (Stand 2. April 2024, 12 Uhr) betrifft dies im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag die B 23 im Bereich Totes Weib sowie die L 113 auf Passhöhe Niederalpl, im Bezirk Murtal die Gaberl-Bundesstraße auf Murtaler Seite sowie im Bezirk Liezen die B 75 im Bereich Donnersbachwald, sowie die B 701 über den Koppenpass. Eine aktuelle Übersicht über momentane Straßensperren gibt es unter anderem über den ÖAMTC-Verkehrsservice.

Anmerkung: In der ursprünglichen Version der Aussendung vom Land Steiermark ist von sechs Bundesheer-Hubschraubern die Rede. Tatsächlich sind vier Hubschrauber des Bundesheeres im Assistenzeinsatz sowie zwei Hubschrauber des Innenministeriums im Hilfseinsatz. Wir haben den Artikel aktualisiert.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 02.04.2024 um 16:58 Uhr aktualisiert

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