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Wiener erlebt Erdbeben in Taiwan: Augenzeugenbericht aus dem Epizentrum

Ein schweres Erdbeben vor der Ostküste Taiwans löste eine Reihe von Schäden und Warnungen aus. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, fast 60 wurden verletzt. Der Wiener Raoul Korner erlebte das Beben hautnah.

von APA
2 Minuten Lesezeit(406 Wörter)

Nach dem heftigen Erdbeben vor der Ostküste Taiwans ist die Zahl der Toten auf sieben und die der Verletzten über 700 gestiegen. Wie die nationale Feuerwehr-Behörde am Mittwoch mitteilte, galten 736 Menschen als verletzt. Demnach waren außerdem 77 Menschen noch in Gebäuden in der am stärksten betroffenen Stadt Hualien an der taiwanischen Ostküste eingeschlossen. Auch die Zahl verschiedenster Unfälle, etwa durch Schäden an Gebäuden oder Infrastruktur, stieg auf über 1.100.

Stärkstes Erdbeben seit 25 Jahren

In der Früh (Ortszeit) hatte wenige Kilometer vor der Ostküste Taiwans die Erde in relativ geringer Tiefe gebebt – so stark wie seit fast 25 Jahren nicht mehr. Die taiwanesische Wetterbehörde registrierte das Beben östlich der Stadt Hualien mit einer Stärke von 7,2. Die US-Erdbebenwarte USGS gab einen Wert von 7,4 an. Erdbeben sind in Taiwan keine Seltenheit, da die Insel mit mehr als 23 Millionen Einwohnern am Rand zweier tektonischer Platten liegt.

Tsunami-Warnungen nach Erdbeben vor Taiwan

Über mehrere Stunden warnten Taiwan, China, Japan und die Philippinen vor Tsunamis, ehe die Warnungen gelockert beziehungsweise aufgehoben wurden. In ganz Taiwan richtete die Erschütterungen schwere Schäden an Häusern an und ließ sie zum Teil einstürzen. Vielerorts fiel der Strom aus, Fabriken stellten vorübergehend den Betrieb ein und der Nah- und Fernverkehr wurde unterbrochen.

Wiener Basketballtrainer erlebt Erdbeben in Tainan

In Tainan und somit im Südwesten Taiwans hat der Wiener Raoul Korner das Erdbeben miterlebt. In der Früh sei eine Nachricht mit einer Warnung aufs Handy gekommen, ehe es etwa eine Minute später „losgegangen“ sei. In der sechstgrößten Stadt der Insel hätten die Erschütterungen die Stärke fünf erreicht. Gebäude seien hier seines Wissens nach nicht beschädigt worden, so Korner.

„Im Bett ganz schön hin- und hergeschaukelt“ worden

Er sei „im 24. Stock daheim“ und „im Bett ganz schön hin- und hergeschaukelt“ worden, sagte der Wiener, der seit Ende Jänner als Basketballtrainer bei den Tainan Ghosthawks tätig und am Dienstag 50 Jahre alt geworden ist. Das sei „abenteuerlich“ gewesen, man könne „wirklich seekrank“ werden, schilderte Korner. Auf einem Video ist zu sehen, wie eine Lampe in seiner Wohnung heftig wackelt. Er habe „keine große Dekoration“, daher habe auch nichts herunterfallen können. Bilder oder Vasen hätte es bei den Erschütterungen aber „schon runtergeschmissen“, mutmaßte der Trainer. (APA/red. 3.4.2024)

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 03.04.2024 um 09:52 Uhr aktualisiert

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