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/ © Foto Fischer/Stadt Graz
Bild auf 5min.at zeigt Menschen unterschiedlichster Kulturen und Generationen, die gemeinsam eine Diskussion über soziale Themen führten
Verschiedenste Menschen trafen sich im Grazer Rathaus um eine Diskussion über Rassismus, Antisemitismus, Gewalt in Schulen und vieles mehr zu führen

Netzwerktreffen Integration: Experten vernetzen sich im Grazer Rathaus

Egal ob Jung oder Alt, Rassismus, Gewalt in Schulen, Antisemitismus und Jugendkriminalität sind Themen, die die unterschiedlichste Menschen betreffen. Im Grazer Rathaus wurde über genau diese Themen am 3. April diskutiert.

von Leonie Höllwarth
2 Minuten Lesezeit(470 Wörter)

Am Mittwoch füllte sich der Grazer Gemeinderatssaal mit Menschen, die die Grazer Bevölkerung wiederspiegeln: Alt und Jung, aus unterschiedlichen Herkunftsländern, mehrsprachig und mit vielfältigen Expertisen. Was sie verbindet ist ihr täglicher Einsatz für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in Graz – jede:r auf ihre/seine Weise, in großen und kleinen Organisationen und Vereinen, in Beratungen, Workshops, Sprachkursen und vieles mehr.

Schüler werden informiert

Der Nahost-Konflikt, Antisemitismus, (antimuslimischer) Rassismus, Gewalt in Schulen und Jugendkriminalität dürfen nicht für politische Stimmungsmache missbraucht werden, sondern erfordern ein ernsthaftes Bemühen um Lösungen. Deshalb luden wir Workshopleiter bzw. –anbieter, und somit Experte mit viel lebensnaher Erfahrung, ins Rathaus ein. Sie gaben einen Einblick in ihre Arbeit mit Schülern in Grazer Schulen. Christaime Ngoy von HEROES® – Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre berichtete, dass die Jugendlichen gehört werden wollen und es ihnen gelingt sich zu öffnen und zu lernen, wenn man sie nicht von oben herab belehrt, sondern einen Raum für respektvollen Diskurs schafft. Ruth Kathrin Lauppert-Scholz von Granatapfel Kulturvermittlung und Verein Tacheles betonte, dass der steigende Antisemitismus unter jungen Menschen durch Wissensvermittlung auf kreative und erlebbare Weise bekämpft werden kann und zumindest der grundsätzliche Wunsch nach Frieden alle Schüler:innen eint. Der „jüdisch-muslimische Dialog“ vom Verein Granatapfel ist europaweit ein Vorreiterprojekt. Der Bestseller-Autor und Workshopleiter Omar Khir Alanam wies auf die Wichtigkeit hin, mit Jugendlichen in einer Sprache zu sprechen, die sie verstehen. Er will die Jugendlichen inspirieren sich mit sich selbst, ihrer Kreativität und ihren Stärken zu beschäftigen, denn „Frieden ist nicht zu finden, sondern zu schaffen“.

Offener Diskurs sei essenziell für Konfliktlösung

All dem kann auch Integrationsstadtrat Robert Krotzer (KPÖ) nur beipflichten: „Globale Konflikte können nicht auf Stadtebene gelöst werden, aber ein friedliches Zusammenleben hier bei uns ist möglich und notwendig. Gespräche auf Augenhöhe, Verständnis für die Meinungsbildung der Jugendlichen, das Ernstnehmen ihrer Meinung und ihrer Gefühle und ein offener Diskurs sind wesentliche Bausteine für ein Klima des Respekts, der Gewaltfreiheit, der Solidarität und des Friedens“. Ein Gefühl der Zugehörigkeit und der Zuversicht machte sich breit, als der Kinderchor Superar den Gemeinderatssitzungssaal flutete, in all ihrer Vielfalt und kindlichen Freude dastand und „Alle Menschen sind gleich an Würde und Rechten geboren“ sang.

The Old Oak

Als Ausblick für weitere Zusammenkünfte all jener Experten, die tagtäglich beratend und begleitend an der Seite von Geflüchteten und Menschen mit Migrationsgeschichte stehen, verkündete Stadtrat Robert Krotzer das KINO FÜR ALLE am 28. Mai um 18:30 im KIZ ROYAL Kino mit dem Film „The Old Oak“ sowie das FEST FÜR ALLE am 16. Juni in der Seifenfabrik.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 07.04.2024 um 11:14 Uhr aktualisiert

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