Fliegende Intensivstation: 116 Mal war der ARA-Hubschrauber im Einsatz
Am Ostermontag hat der Notarzthubschrauber „ARA-3“ der ARA Flugrettung am Nassfeld seinen Betrieb eingestellt. In 116 Einsatztagen wurde die fliegende Intensivstation 198 Mal alarmiert.
Der Großteil der Einsätze betraf alpine Sport- und Freizeitunfälle. Patienten aus 20 Nationen konnte geholfen werden. Nach 116 Einsatztagen war am Ostermontag Schluss. Im Skigebiet Nassfeld wechselte der Notarzthubschrauber „ARA-3“ der ARA Flugrettung in die wohlverdiente Frühjahrspause.
Sicher und professionell
Die Bilanz, die das gemeinnützige Unternehmen nach seiner dritten Winter-Saison am Nassfeld zieht, ist rundum positiv. „Auf die Einsatzzahlen, die primär vom Wetter abhängig sind, haben wir keinen Einfluss. Für uns ist es sehr wichtig, dass der Flugbetrieb absolut sicher und professionell funktioniert. Und das haben unsere Crews wieder perfekt geschafft. Es gab keinen flugbetrieblichen Vorfall in der gesamten Saison“, erklärt ARA-Geschäftsführer Thomas Jank.
Nicht nur das Nassfeld wird angeflogen
Von den insgesamt 198 Einsätzen (in der vorigen Saison waren es 185) wurden 118 in Folge von Skiunfällen am Nassfeld selbst absolviert. Auch fernab vom Nassfeld versorgte der „ARA-3“ 20 weitere alpine Sport- und Freizeitunfälle. In 50 Fällen konnte bei diversen Verkehrsunfällen oder Unfällen im Haushalt in der Region rasch Hilfe geleistet werden. Sechsmal stand der Rettungs-Heli für sogenannte „Sekundäreinsätze“ (von Krankenhaus zu Krankenhaus) zur Verfügung.
Bergung mit der Rettungswinde
Mit dem top-modernen Notarzthubschrauber vom Typ H145 von Airbus kam am Nassfeld in diesem Winter auch erstmals eine fix installierte Rettungswinde zum Einsatz. Sie wurde vom ersten Tag an voll gefordert, berichtet Stationsleiter Philipp Heidenreich: „Es gab 39 Windenbergungen. Im unwegsamen alpinen Gelände ist die Möglichkeit der Windenbergung einfach Gold wert. Notärztliche Versorgung gelangt so wesentlich schneller zum Patienten und auch der Abtransport funktioniert deutlich rascher.“
Schweregrad der Verletzung
Am häufigsten wurde der Helikopter zu Unfällen mit dem mit mittelschweren Verletzungen, wie beispielsweise einer Schlüsselbeinfraktur, gerufen. In 19 Prozent der Fälle ist man zu Notfällen mit schweren Verletzungen ausgerückt. Lebensgefährliche Verletzungen gab es nur in vier Prozent der Fälle zu versorgen. In der Statistik der angeflogenen Krankenhäuser liegt das LKH Villach mit 67 Prozent klar voran. Auf Platz zwei landet mit 15 Prozent das Klinikum in Klagenfurt, gefolgt vom Krankenhaus Spittal mit 12 Prozent.
Herkunft der Patienten
In Summe versorgten die Crews des „ARA-3“ Patienten aus 20 Nationen. Mit 44 Prozent liegen Österreicher in diesem Ranking klar voran, gefolgt von Tschechen mit zehn Prozent und Deutschen mit neun Prozent. Mit in Summe sechs Einsätzen stellt der 28. Jänner den einsatzstärksten Tag des Winters dar. An diesem Tag musste man zwei Skiunfälle am Nassfeld, zwei Skitourenunfälle in Kremsbrücke und auf der Emberger Alm, einen Rodelunfall am Dobratsch und einen Verkehrsunfall im Gailtal notärztlich versorgen.