Alicja Kwades skulpturale Welt ist im Kunsthaus Graz zu sehen
In der Kunst geht es oft darum, die Welt aus neuen Perspektiven zu betrachten. Die Bildhauerin Alicja Kwade setzt genau hier an: Mit ihren Werken fordert sie unsere Vorstellungen von Realität, Materie und Wissen heraus.
Alicja Kwades künstlerische Reise führt sie durch die Sphären der Relativität und Materie. Inspiriert von der Minimal- und Konzeptkunst, hinterfragt sie in ihren skulpturalen Werken, was wir als Wissen betrachten – sei es akademisch oder kulturell.
Material spielt eine zentrale Rolle
Das Material selbst spielt dabei eine zentrale Rolle. Kwade wählt es sorgfältig aus, immer mit dem Blick auf seine Aussagekraft. Ihre Werke sind materialgewordene Parabeln des Universums und der menschlichen Vorstellungen. So entsteht ein faszinierender Dialog zwischen den Werken von Kwade und Sol LeWitts Wall, der die Vorstellung von Gravitation in den Mittelpunkt rückt.
Skulpturale Darstellung
Eine zentrale Arbeit von Kwade, „Superheavy Skies“ (2023), zeigt eine schwebend-leichte und rotierende Planetenkonstellation aus schweren Fundsteinen. Diese skulpturale Darstellung spielt mit der Erdanziehung als möglichem Ursprung allen Lebens. Auch in „Siège du Monde“ (2023) werden Millionen Jahre alte Steine zu präzisen Kugeln geschliffen und erinnern an die „Blue Marble“, die berühmte Aufnahme der Erde aus dem All.
Wissenschaftliche Experimente
Kwades Skulpturen sind wie wissenschaftliche Experimente im Raum. Sie bringen physikalische Gesetze und die Erfahrung von Schwere und Gravitation in einen poetischen Widerspruch. Die Ästhetik ihrer Werke ist dabei von minimalistischer Schönheit geprägt. Kuratorin Katrin Bucher Trantow betont, dass Kwade uns dazu einlädt, das Gewohnte neu zu sehen und dabei Denken und Erinnern zuzulassen.
Weitere Details
Eröffnung: 3. April 2024, 19 Uhr
Mit einem Impulsvortrag von Axel Torsten Maas (Teilchenphysiker, Universität Graz)
23. April 2024, 17 Uhr, Kuratorinnenführung