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/ ©Fridays for Future

Banneraktion am Villacher Ring: Aktivisten fordern mehr Radwege

"Wo ist hier der Radweg?" - Mit dieser Frage auf einem Banner protestierten die Fridays for Future Aktivisten für mehr Fahrradwege in Klagenfurt.

von Sabrina Tischler Sabrina Tischler Online Redaktion 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(317 Wörter)
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Am Freitagmorgen um 4 Uhr pünktlich zum weltweiten Klimastreik spannen Aktivisten der Gruppe Fridays for Future ein großes Banner zwischen zwei Laternen mitten am Villacher Ring an der Lendhafenkreuzung. In bunten Buchstaben steht auf dem Banner ,,Wo ist hier der Radweg?“. Mit dieser Aktion unterstreichen die Aktivisten ihre Forderung auf mehr Fahrradwege in Klagenfurt.

Kritik an der Umsetzung der Klimaziele Klagenfurts

Und genau das kritisieren auch die Aktivisten: ,,Klima-Vorzeigestadt sein wollen und Fördergelder einstecken, aber das Radwege-Netz nicht ausbauen- Klagenfurt, so wird das nichts mit den Klimazielen!“, so Hannah, eine Aktivistin der Gruppe Fridays for Future Klagenfurt. Klagenfurt wurde von der Europäischen Kommission als eine von 100 Klima-Vorzeigestädten ausgewählt. Ziel ist es, schon bis 2030 die Klimaneutralität zu erreichen. Dafür gewährt die Europäische Kommission umfangreiche Förderprogramme und Fördermittel. ,,Um bis 2030 klimaneutral zu sein, muss die Stadt jetzt ins Handeln kommen, sonst wird das nichts mehr. Rad- und Fußwege und öffentliche Verkehrsmittel müssen sukzessiv den motorisierten Individualverkehr ablösen, um Emissionen drastisch reduzieren zu können. Dafür reicht es aber nicht, die Verantwortung nur auf die Bürger zu schieben“, erklärt Hannah.

Kampf für mehr Sicherheit für Radfahrende im Straßenverkehr

Mit ihrem Protest kämpfen die Aktivisten auch für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. 2022 passierten laut Statistik Austria 10.745 Unfälle mit Beteiligung von Rad-, E-Bike- oder E-Tretroller-Fahrenden. Im Vergleich zu 2013 – damals waren es 6.375 Unfälle – ist das ein Anstieg um 69 Prozent. ,,Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand, den Autos zu Fahrradfahrern halten müssen, wird ohne baulich von der Fahrbahn getrennten Radweg oft unterschritten – das ist schlichtweg lebensgefährlich“, so Nala, Psychologiestudentin an der Klagenfurter Universität. Die durch Autos verursachten Fahrradunfälle sind in den letzten Jahren stetig angestiegen, die Anzahl der sicheren Fahrradwege hat jedoch kaum zugenommen, mahnen die Aktivisten.

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