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/ ©APA/dpa
Ab Jahresende sollen alle Handy den gleichen Ladeanschluss haben.

Eigenes Kabel für jedes Gerät? Damit ist bald Schluss

Du bist auswärts und dein Akku fast leer. Du bittest um ein Kabel, doch der Stecker passt nicht in dein Handy. Dieses Problem kennt bestimmt jeder. Doch mit dem nervtötenden Kabelsalat ist bald aus.

von Sabrina Tischler
Sabrina Tischler Online Redaktion 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(259 Wörter)

Ein Kabel für das Handy, ein Kabel für das Tablet, ein Kabel für die Kopfhörer und ach ja, die Kamera hat auch ein eigenes Kabel. Wer hat keinen Kabelsalat bei sich daheim? Damit ist aber bald Schluss!

Ein Kabel für alle Geräte

Denn ab Ende des Jahres müssen alle Smartphones, Digitalkameras, Kopfhörer, Tablets oder Videospielkonsolen über einheitliche Ladeanschlüsse verfügen. Eine entsprechende Gesetzesnovelle wurde am heutigen Mittwoch, dem 15. Mai, einstimmig im Nationalrat beschlossen. Diese Vorgaben gelten ab Ende April 2026 auch für Notebooks.

Apple stellte sich wieder mal quer

Damit wird eine EU-Richtlinie, die auf EU-Ebene bereits seit 15 Jahren erarbeitet wird, umgesetzt. 2009 gab es zum ersten Mal mit den meisten Herstellern und der EU-Kommission eine Einigung auf einheitliche Standards getroffen. Diese waren jedoch nicht verpflichtend, Apple als heute weltweit zweitgrößter Smartphone-Hersteller beteiligte sich nicht. 2014 lief die Einigung aus. Mit der im Oktober 2022 beschlossenen EU-Richtlinie muss sich auch Apple an die einheitlichen Stecker halten. Konkret müssen ab 28. Dezember die meisten von der Regelung betroffenen Geräte einen USB-C-Anschluss aufweisen.

Was bringt die Novelle?

Warum ist diese Novelle nun gut? Einerseits rechnet die EU-Kommission damit, dass die Verbraucher ihre Kabel länger verwenden und weniger davon kaufen. Bisher geben sie demnach pro Jahr insgesamt rund 250 Millionen Euro für Ladegeräte aus, die eigentlich nicht gebraucht werden. Andererseits soll so der Elektroabfall in der EU jährlich um fast 1.000 Tonnen gesenkt und tausende Tonnen CO2 eingespart werden. (APA, red 15.05.2024)

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