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Drogen im Millionenwert: Polizei deckte riesiges Dealer-Netzwerk auf

Wie berichtet, wurde eine international agierende Drogenbande von Ermittlern aus Kärnten und der Steiermark ins Visier genommen. Im Zuge einer Pressekonferenz präsentierte die Polizei nun erste Details.

von Tanja Janschitz
Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(369 Wörter)

Gemeinsam führten Suchtgiftermittler des Stadtpolizeikommandos Klagenfurt und des Landeskriminalamts Steiermark über ein Jahr lang Ermittlungen gegen eine international agierende Tätergruppe. Diese soll im Bereich des organisierten Suchtgifthandels tätig gewesen sein. Katrin Horn, Leiterin des Kriminalreferates des Stadtpolizeikommandos Klagenfurt, Chefinspektor Gottlieb Schrittesser, Leiter der Suchtgiftgruppe, und Chefinspektor Erich Schnedl vom Landeskriminalamt Steiermark präsentierten am Donnerstag im Zuge einer Pressekonferenz erste Details.

Ein Bild auf 5min.at zeigt drei Vertreter der Polizei.
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Am Foto: Chefinspektor Gottlieb Schrittesser, Katrin Horn, Leiterin des Kriminalreferates, und Chefinspektor Erich Schnedl (v.l.)

Drogen mit Millionenwert beschlagnahmt

Im Zuge von umfangreichen Ermittlungen unter dem Arbeitstitel „Operation Samo jako“ wurde ein streng hierarchisches Netzwerk aufgedeckt und zerschlagen. „23 Personen wurden wegen Suchtgifthandels bzw. wegen der Mitgliedschaft an einer kriminellen Vereinigung festgenommen, darunter 16 Österreicher, drei Serben, ein Kroate und drei Slowenen“, so Horn. Auch konnten bisher 93 Abnehmer ausgemittelt werden. Im Zuge der Ermittlungen wurden außerdem 1,6 Kilogramm Kokain, 415 Gramm Heroin, 300 Gramm Amphetamin sowie 28.000 Euro an Bargeld und zwei Faustfeuerwaffen sichergestellt. Insgesamt sollen die Verdächtigen diverse Drogen mit einem Wert von 5,2 Millionen Euro (!) verkauft haben. Koordiniert wurde das Netzwerk von zwei Insassen der Justizanstalt Graz-Karlau heraus, einem 35-jährigen Bosnier und einem 31-jährigen Österreicher. Festgenommen wurde auch der Kopf, der hinter den Kärntner Geschäften steckte.

Kleiner Fisch führte Ermittler zu Riesen-Netzwerk

Gestoßen sei man auf das Netzwerk aufgrund eines Klagenfurters, der versucht hatte, Suchtmittel in einer Diskothek in Klagenfurt zu verkaufen, wie Schrittesser weiter ausführte. Schnell erhärtete sich der Verdacht, dass der Mann im großen Stil mit Kokain und Heroin – als Teil einer international agierenden kriminellen Vereinigung – gehandelt hat. Ausgehend von diesem Verdacht wurde die Sonderkommission (SOKO) gegründet. Im Zuge der Ermittlungen wurde letztendlich Schritt für Schritt das gesamte Netzwerk aufgedeckt, welches Geldbunker, Drogen-Kuriere und sogar Rekrutierer sowie bewaffnete Bodyguards umfasste. Schnedl erläutert: „Sie agierten hochprofessionell und organisiert.“

Ein Bild zeigt das Drogennetzwerk.
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Ein streng hierarchisches Netzwerk wurde zerschlagen.
Ein Bild zeigt die sichergestellten Materialien.
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Sichergestellt wurden Drogen, Bargeld und Waffen.

Erste Täter wurden bereits verurteilt

Zwölf der Täter in niederrangigen Positionen wurden bereits zu Haftstrafen verurteilt. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) gratulierte zum Ermittlungserfolg: „Ich danke den Ermittlerinnen und Ermittlern aus Kärnten und der Steiermark für die hervorragende Arbeit. Es ist ein klares Zeichen für die enge Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Kriminaldienststellen. Wir werden den Kampf gegen die organisierte Kriminalität mit aller Vehemenz fortsetzten.“

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 16.05.2024 um 11:43 Uhr aktualisiert

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