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Schweinefleisch-Sager an Grazer Schule sorgt für Empörung
Archivbild. FPÖ-Bundesrats Markus Leinfellner.

Schweinefleisch-Sager an Grazer Schule sorgt für Empörung

„Menschen, die Schweinefleisch essen, neigen weniger dazu, sich in die Luft zu sprengen als andere." - Mit dieser Aussage sorgte der steirische FPÖ-Bundesrats Markus Leinfellner bei einer Diskussionsveranstaltung für Wirbel.

von Anja Mandler
Anja Mandler Online-Redakteurin Leitung Steiermark
2 Minuten Lesezeit(387 Wörter)

Während einer Diskussionsveranstaltung zur EU-Wahl an einer Grazer Schule kam es kürzlich zu einem fragwürdigen Zwischenfall. Der steirische FPÖ-Bundesrats Markus Leinfellner soll auf eine Frage mit den Worten „Menschen, die Schweinefleisch essen, neigen weniger dazu, sich in die Luft zu sprengen als andere“ geantwortet haben. Die Aussage sorgte für Empörung.

„Hass und Hetze haben keinen Platz – schon gar nicht in Schulen!“

So übt Elisabeth Grossmann, die steirische SPÖ Spitzenkandidatin für die Wahl zum Europäischen Parlament, scharfe Kritik an der Äußerung. „Menschenverachtende Äußerungen von FPÖ Mandatar:innen gehören mittlerweile leider zum Alltag. Dieser Verrohung in der Sprache und im Umgang miteinander müssen wir entschlossen entgegentreten. Daher habe ich den Vorfall auch der Anti-Diskriminierungsstelle gemeldet. Ich war leider selbst nicht bei der Diskussion anwesend, aber es ist ein wichtiges Zeichen, dass das übrige Podium entschlossen widersprochen hat. Hass und Hetze dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben – schon gar nicht in Schulen.“ Grossmann hofft auch auf eine Reaktion der Bildungsdirektion: „Schuldiskussionen sollen ein Ort sein, an dem die Parteien ihre Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit präsentieren und die Schüler:innen kritisch nachfragen können. Leider wird diese Bühne immer wieder missbraucht, um menschenverachtende Botschaften zu verbreiten. Ich appelliere daher an alle Diskutant:innen, ihre Verantwortung ernstzunehmen.“ 

Das Bild auf 5min.at zeigt SPÖ Spitzenkandidatin für die Wahl zum Europäischen Parlament Elisabeth Grossmann
©SPÖ Steiermark

Leinfellner entschuldigt sich

„Die im Zuge einer durchaus hitzigen Schülerdiskussion getätigten Aussagen mögen zwar zugespitzt gewesen sein, sollten aber im Lichte der Vorfälle der letzten Monate gesehen werden. Einen wie von der SPÖ erhofften Rücktritt wird es definitiv nicht geben. Es muss auch festgestellt werden, dass die Aussage in dem kursierenden Video und der OTS der IGGÖ völlig aus dem Diskussionskontext gerissen ist“, so eine erste Reaktion der FPÖ auf die geäußerte Kritik. Eine ähnlich empörte Reaktion hätte man gerne gesehen, „als zwei Brucker Jugendliche mit islamischem Hintergrund die dortige Mittelschule in die Luft sprengen wollten oder als ein 14-jähriger Grazer ankündigte, die Landeshauptstadt zerstören zu wollen.“ Dennoch entschuldigte sich Leinfellner für seine Aussage. „Sollte sich angesichts der gestern getätigten Zuspitzungen jemand persönlich beleidigt fühlen, so war dies definitiv nicht mein Ziel und es tut mir leid.“

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 17.05.2024 um 19:08 Uhr aktualisiert

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