Skip to content
/ ©pexels/ashley-jones
Symbolfoto
Das Bild auf 5min.at zeigt eine traurige Frau mit Schwangerschaftstest.
Nicht für alle ist ein positiver Schwangerschaftstest eine freudige Nachricht.

Abtreibung in der Steiermark: Hohe Kosten und wenige Anlaufstellen

Eine Europäische Bürgerinitiative des Bündnisses „My Voice, My Choice“ setzt sich nun für EU-weite legale Abtreibungsmöglichkeiten ein. In der Steiermark mangelt es vor allem an Anlaufstellen außerhalb von Graz.

von Gerrit Tscheru
1 Minute Lesezeit(242 Wörter)

Zu wenige Anlaufstellen, zu hohe Kosten und fast keine Informationen: In Österreich stehen ungewollt Schwangere bis heute vor einem mühsamen Hürdenlauf in einer Situation, in der sie eigentlich schnell medizinische Hilfe brauchen würden.

Zwischen 450 und 800 Euro für Abbruch

Für die Abtreibungskosten müssen betroffene Frauen tief in die Tasche greifen – in der Steiermark kostet ein Schwangerschaftsabbruch lt. Frauengesundheitszentrum zwischen 450 und 800 Euro. Die Kosten werden von den Krankenkassen nicht übernommen. Und Anlaufstellen in Wohnortnähe gibt es außerhalb von Graz kaum.

Forderung nach EU-weiter legaler Abtreibungsmöglichkeit

Das Bündnis „My Voice, My Choice“ hat eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) initiiert mit dem Ziel, den Zugang zur legalen Abtreibungen EU-weit sicherzustellen. Dabei setzt die Initiative auf die sogenannte „unterstützende Zuständigkeit” der EU. In der Vergangenheit hat die EU im Rahmen dieser Zuständigkeit bereits die kostenlosen Brustkrebs-Screening-Angebote umgesetzt.

Elke Kahr unterstützt EBI

„Es kann nicht sein, dass Frauen in Europa keinen Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen haben, dass sie gezwungen sind, auf unsichere Alternativen zurückzugreifen und dabei ihr Leben zu riskieren”, betont die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr. Ihr Appell: „Bitte unterschreiben auch Sie für einen wohnortnah und kostenlos zugänglichen Schwangerschaftsabbruch!“ In Österreich ist die sog. „Fristenlösung“ (also der Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten drei Monate nach Schwangerschaftsbeginn) übrigens nach wie vor nicht als erlaubt, sondern lediglich als „nicht strafbar“ definiert.

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.

Mehr Interessantes