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/ ©APA/Villa Beer Foundation
Die Villa Beer gilt als Denkmal der Wiener Moderne.

Wien feiert Josef Frank: Villa Beer wird 2025 zum öffentlichen Museum

Unterstützt von der Stadt Wien geht die Villa Beer Foundation ein großes Sanierungsprojekt an: Bis 2025 will man die geschichtsträchtige Villa Beer, entworfen vom Architekten Josef Frank, öffentlich zugänglich machen.

von Gerrit Tscheru
2 Minuten Lesezeit(275 Wörter)

Die Villa Beer, die sich in der Nähe von Schloss Schönbrunn befindet, soll ab 2025 anlässlich des 140. Geburtstags des Architekten Josef Frank öffentlich zugänglich gemacht werden. Wie am Montag in einer Aussendung der Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) bekannt gegeben wurde, wird das zukünftige Hausmuseum den Schwerpunkt auf die Vermittlung der Architektur des Wohnhauses legen, das zwischen 1929 und 1930 erbaut wurde. Die Stadt Wien unterstützt die Pläne der gemeinnützigen Villa Beer Foundation mit 200.000 Euro.

„Architektonisches Juwel der Wiener Moderne“

Bei dem viergeschossigen Bau handelt es sich um „ein architektonisches Juwel der Wiener Moderne und ein Baudenkmal von internationaler Bedeutung“, das derzeit einer umfassenden Restaurierung und Sanierung unterzogen wird. Frank plante die Villa nach seinem Ideal eines Hauses, das „wie eine Stadt ist, durch die man frei flaniert“. Auch der zeitgeschichtliche Kontext wird im zukünftigen Museum einen zentralen Stellenwert einnehmen: Die Biografien der Architekten und der Bauherrenfamilie Beer sollen aufgearbeitet und präsentiert werden. Ihre Lebensläufe stehen stellvertretend für die zahlreichen Wiener Jüdinnen und Juden, die in den 1930er Jahren zur Emigration gezwungen wurden.

Öffentliche Hand unterstützt die Sanierung

Für Kaup-Hasler ist es „eine Selbstverständlichkeit, dieses private Projekt von Seiten der öffentlichen Hand zu unterstützen, denn es ist auch im Hinblick auf wichtige zeithistorische Forschung, die Vermittlungsarbeit und geplante Forschungskooperationen von Bedeutung“. Lothar Trierenberg, Geschäftsführer der Villa Beer Foundation, kaufte das vom Verfall bedrohte Haus im Jahr 2021. Er freut sich über die Schaffung eines „Lern- und Lehrorts für Architektur sowie für die vielschichtige Geschichte der Zwischenkriegszeit“. (APA/10.6.2024)

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