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/ ©Montage: Leserfoto & Canva
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigt die Zahlungsaufforderung und parkende Autos.

Kärntnerin kassierte zu Unrecht 95 Euro Parkstrafe

KI-basiert ist mittlerweile auch das Parksystem am Kundenparkplatz eines Lebensmittelmarktes in der St. Veiter Straße in Klagenfurt. Einer Kärntnerin wurde genau dies zum Verhängnis.

von Tanja Janschitz
Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(336 Wörter)

Daniela* staunte nicht schlecht, als sie kürzlich eine Zahlungsaufforderung in Höhe von 75 Euro in ihrem Briefkasten vorfand. Der Kärntnerin wurde vorgeworfen, zwischen 13.42 und 17.27 Uhr – also rund vier Stunden – auf dem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes in Klagenfurt geparkt zu haben. Damit hätte sie die erlaubte Höchstparkdauer von 180 Minuten deutlich überschritten. „Das stimmt so aber nicht!“ beteuert sie im Gespräch mit 5 Minuten. Denn Daniela war an diesem Tag zweimal dort.

„Bin in der Zwischenzeit nachhause gefahren“

„Ich wohne zirka fünf Autominuten von dem Parkplatz entfernt und war auf besagtem Tag mit meiner acht Monate alten Tochter dort einkaufen.“ Bei einem Drogeriemarkt, wie eine entsprechende Rechnung belegt. „Danach bin ich nachhause gefahren, was auch mein Lebensgefährte bezeugen kann. Er hat gesehen, dass mein Auto daheim stand, als er von der Arbeit kam.“ Später sei sie dann nochmal dorthin gefahren, um ein Zentrum für Allgemeinmedizin aufzusuchen. „Dennoch behauptet die Parkfirma, dass ich vier Stunden dort gestanden bin.“ Neben der Zahlungsaufforderung sind in der Zwischenzeit auch zwei Mahnschreiben eingetroffen, womit sich die Parkstrafe mittlerweile auf rund 95 Euro beläuft.

Ein Bild zeigt die Zahlungsaufforderung sowie die beiden Mahnschreiben, die an Daniela geschickt wurden.
©Leserfoto
95 Euro soll Daniela zahlen.

Verfahren eingestellt

Ein Fehler, den man mittlerweile korrigierte, wie eine Nachfrage von 5 Minuten bei dem Unternehmen, welches das digitale Parksystem betreibt, ergab: „Unser Kundenservice hat das betreffende Verfahren bereits am 5. Juni 2024 eingestellt.“ Trotz einer geringen Fehlerquote von unter einem Prozent könne überall, wo Menschen und Technik im Einsatz sind, ein Fehler passieren, heißt es weiters. „In Einzelfällen kann der Erfassungsbereich unserer Kennzeichensensoren z.B. aufgrund geringen Abstandes zu einem besonders hohen vorausfahrenden Fahrzeug oder ungünstig parkendem Lieferverkehr blockiert sein und eine Ein- oder Ausfahrt somit nicht registriert werden.“ So könne es passieren, dass separate Parkvorgänge unter Umständen zu einem zusammengefasst werden, entschuldigt man sich. „Betroffene können sich aber in solchen Fällen jederzeit per E-Mail an uns wenden. Fehltickets werden anstandslos durch unseren Kundenservice storniert“, betont man abschließend.

* Name wurde von der Redaktion geändert

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 10.06.2024 um 18:22 Uhr aktualisiert

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