" /> Notschlafstelle Schlupfhaus bietet Jugendlichen einen sicheren Ort – 5 Minuten
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/ ©Stadt Graz/Fischer
Tag der offenen Tür im Caritas Schlupfhaus: Caritas-Vizedirektor Erich Hohl (l.), Schlupfhaus-Teamleiter Klaus Kübelbeck (hintere Reihe l.) Stadtrat Kurt Hohensinner (2. v. l.), Bürgermeisterin Elke Kahr (vorne Mitte), Stadtrat Robert Krotzer (vorne r.) und Sozialarbeiter:innen des Schlupfhauses.
Tag der offenen Tür im Caritas Schlupfhaus: Caritas-Vizedirektor Erich Hohl (l.), Schlupfhaus-Teamleiter Klaus Kübelbeck (hintere Reihe l.) Stadtrat Kurt Hohensinner (2. v. l.), Bürgermeisterin Elke Kahr (vorne Mitte), Stadtrat Robert Krotzer (vorne r.) und Sozialarbeiter:innen des Schlupfhauses.

Notschlafstelle Schlupfhaus bietet Jugendlichen einen sicheren Ort

Die Notschlafstelle Schlupfhaus der Caritas bietet seit 28 Jahren Halt und Unterstützung für Jugendliche in Krisensituationen. Im Rahmen des Aktionsjahres "100 Jahre Caritas" wurde das Schlupfhaus heute vor den Vorhang geholt.

von Anja Mandler
Anja Mandler Online-Redakteurin Leitung Steiermark
3 Minuten Lesezeit(529 Wörter)

„Wir sind die letzte Station vor der Straße und bieten einen sicheren Schlafplatz, niederschwellige Unterstützung, Beratung. Aber wir zwingen niemanden zu etwas. Alles basiert auf Freiwilligkeit“, lächelt Klaus Kübelbeck. Er ist Leiter des engagierten Teams vom Schlupfhaus Graz. Die Einrichtung der Caritas am Mühlgangweg ist eine Anlaufstelle für Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren, die nicht mehr weiterwissen, sich in Krisensituationen aller Art befinden – und das seit 28 Jahren. 

Hilfe für junge Menschen in Not

Neben einer sicheren Schlafstelle für eine Nacht, bietet man jungen Menschen in schwierigen Lebenslagen Begleitung auf dem Weg in die Zukunft an. Rund um die Uhr, niederschwellig und kostenlos. Im Rahmen des Aktionsjahres „100 Jahre Caritas“ wurde das Schlupfhaus heute vor den Vorhang geholt und: „Es war ja auch schon wieder Zeit für einen Tag der offenen Tür. Der letzte liegt auch schon ein paar Jahre zurück“, meinte Klaus Kübelbeck.

Aus Problemlagen Zukunftsperspektiven machen

So fanden sich heute am späten Vormittag auch Caritas-Vizedirektor Erich Hohl, Bürgermeisterin Elke Kahr und die Stadträte Robert Krotzer und Kurt Hohensinner im Haus am Mühlgangweg ein, um sich die freundlich gestalteten Räumlichkeiten wieder einmal anzusehen und mit den Mitarbeitern und Anwesenden zu plaudern. „Ich kenne das Schlupfhaus seit dem ersten Tag“, erzählt die Bürgermeisterin und erinnerte sich: „Es war gar nicht so leicht, zu überzeugen, dass eine dringende Notwendigkeit für eine solche Einrichtung in Graz besteht. Das Schlupfhaus ist ein Zuhause, in dem man die Jugendlichen so nimmt, wie sie sind, einfühlsam mit ihnen umgeht. Das ist es, was junge Menschen brauchen und das wird hier wunderbar gelebt“, bedankte sich Kahr.

Die Sozialarbeiter:innen bieten wichtige Unterstützung zur Selbsthilfe. Ziel ist es, dass die Jugendlichen auf eigenen Beinen stehen können.

Jugend- und Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner

Auch Sozial- und Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer ist voll des Lobes für das Schlupfhaus und sein Team: „Es handelt sich hier um eine ganz wichtige Einrichtung für junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Hier finden sie Geborgenheit und Freiraum. Ich freue mich auch, dass es uns seitens des Gesundheitsamts vor rund drei Jahren gelungen ist, mit dem Projekt ‚Grauzone‘ durch niederschwellige psychotherapeutische Betreuung unterstützen zu können.“ Für Jugend- und Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner ist das Schlupfhaus ein Fangnetz, wenn es in der Familie einmal nicht so funktioniert: „Die Sozialarbeiter:innen bieten wichtige Unterstützung zur Selbsthilfe. Ziel ist es, dass die Jugendlichen auf eigenen Beinen stehen können.“ „Nächtigungsmöglichkeiten gibt es im Haus für sieben Burschen und fünf Mädchen, daneben ambulante Betreuung und zusätzlich drei Wohnungen im Stadtgebiet, die mit betreut werden“, erklärt Erich Hohl und betont: „Wir helfen unbürokratisch mit, dass sich Problemlagen in Zukunftsperspektiven verwandeln können.“ Das gelingt zum Glück sehr oft auf wunderbare Weise. Eine große Motivation und Bestätigung für Klaus Kübelbeck und sein Team: „Neben der Freiwilligkeit sind es dann eben diese Erfolge, wenn wir sehen, wie die Mädchen und Burschen ihren Weg finden. Dabei zu unterstützen, treibt uns an.“

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 11.06.2024 um 18:08 Uhr aktualisiert

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