
Ab Juli: Strom wird für diese Österreicher nun teurer
Obwohl die Strompreisbremse, die von der Bundesregierung im Winter 2023 eingeführt wurde, bis Ende 2024 verlängert wurde, gibt es doch für einige Österreicher ab Juli eine Änderung: Sie müssen nun mehr zahlen.
Seit Ende 2022 gibt es in Österreich – aufgrund dramatisch gestiegener Stromkosten – eine Strompreisbremse seitens des Staates. Dabei wird der Strompreis bis zu einem Grundverbrauch von 2.900 Kilowattstunden auf zehn Cent pro Kilowattstunde gedeckelt. Der Staat bezahlt dabei maximal 30 Cent pro Kilowattstunde. So lautet zumindest die aktuell noch gültige Regelung bezüglich der Strompreisbremse. In Kürze wird sich daran aber etwas ändern.
Strompreisbremse wird gekürzt
In zwei Wochen wird dieser Betrag nämlich auf 15 Cent gekürzt. Während das für viele wohl nichts bedeutet, heißt es für jene, deren Stromvertrag mehr als 25 Cent pro Kilowattstunde ausmacht, dass sie ab Juli mehr zahlen müssen. Mehrkosten fallen also nur bei jenen Haushalten an, die einen relativ teuren Stromtarif haben.
Wie teuer ist dein Stromtarif?
Günstigste Stromtarife derzeit bei sechs Cent
Wie „Durchblicker“ berichtet, würden die günstigsten Stromtarife derzeit nämlich bei sechs Cent pro Kilowattstunde anfangen. Ein Anbieterwechsel könnte sich bei jenen Personen, die noch mehr als 25 Cent pro Kilowattstunde bezahlen, durchaus auszahlen. Auf die endgültigen Kosten kommen dann übrigens noch 20 Prozent Umsatzsteuer drauf. Der tatsächliche Strompreis, sofern er auf zehn Cent vom Staat „gesenkt“ wurde, macht also etwas mehr als zehn Cent aus.
Beispiel:
- Peters Stromtarif macht 20 Cent pro Kilowattstunde aus. Sowohl bei der „alten“ als auch bei der „neuen“ Strompreisbremse wird dieser Tarif auf zehn Cent pro Kilowattstunde gedeckelt.
- Julias Stromtarif macht 40 Cent pro Kilowattstunde aus. Bei der „alten“ Strompreisbremse bekommt sie ihre Kosten noch auf zehn Cent pro Kilowattstunde gedeckelt. Ab Juli zahlt sie nun aber statt zehn Cent pro Kilowattstunde plötzlich 25 Cent. Bei ihr würde sich ein Anbieterwechsel empfehlen.
200 Euro-Bonus kann noch zwei Wochen lang beantragt werden
Doch die Strompreisbremse ist nicht die einzige finanzielle Unterstützung, die sich Österreichs Haushalte holen können. Nur noch bis Ende Juni können sich einkommensschwache Haushalte nämlich auch einen 200 Euro-Bonus in Form eines Netzkostenzuschusses holen – mehr dazu hier.