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/ ©Fotomontage Canva
Symbolfoto
Das Bild auf 5min.at zeigt Verkehr und Geld.
Radfahrer kriegen in Zukunft gleich viel Kilometergeld wie Autofahrer.

Erste Erhöhung seit 16 Jahren: So viel Kilometergeld bekommst du ab 2025

Im Zuge der von der Regierung angekündigten Abschaffung der kalten Progression wird es einige Steuererleichterungen für die österreichische Bevölkerung geben – darunter auch eine Erhöhung des Kilometergelds.

von Gerrit Tscheru
1 Minute Lesezeit(210 Wörter)

Am 4. Juli präsentierte die Regierung Details zur Verteilung des variablen Drittels. Zwei Drittel der Inflationsanpassung werden automatisch zur Anpassung der Steuerstufen verwendet. Das verbleibende Drittel, das sogenannte variable Drittel, wird eingesetzt, um gezielt steuerliche Entlastungen vorzunehmen. Eine der präsentierten Maßnahmen ist die Erhöhung des Kilometergeldes, das bei Dienstreisen mit privaten Fahrzeugen zum Tragen kommt. Damit werden dem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber die Kosten für jeden gefahrenen Kilometer abgegolten.

Einheitliche Gestaltung für Autos, Motorräder und Fahrräder

Seit 16 Jahren wurde das Kilometergeld in Österreich nicht mehr angehoben. Im Moment herrscht auch keine Einheitlichkeit, je nach Fahrzeugtyp gelten unterschiedliche Beträge. Für Autos gibt es aktuell 42 Cent, für Motorräder 24 Cent und für Fahrräder 38 Cent pro Kilometer. 2025 soll sich das ändern: Ab Anfang des Jahres wird das Kilometergeld 50 Cent betragen, unabhängig vom verwendeten Fahrzeug.

Öffi-Zuschuss für Dienstfahrten

Neu ist außerdem, dass auch Dienstfahrten mit den Öffis unterstützt werden. Dafür gibt es einen sogenannten „distanzabhängigen Beförderungszuschuss“, der für die ersten 50 Kilometer gleich hoch ist wie das Kilometergeld neu, nämlich 50 Cent pro gefahrenem Kilometer. Dieser Zuschuss wird vor allem für Dauerkartenbesitzer interessant sein.

Häufig gestellte Fragen

Die kalte Progression ist ein Phänomen, das Steuerzahler unbemerkt belastet. Sie tritt auf, wenn Einkommen mit der Inflation steigen, die Tarifstufengrenzen und Absetzbeträge in der Lohn- und Einkommensteuer aber statisch bleiben. Das führt dazu, dass Bürger einen höheren Teil ihres Einkommens versteuern müssen und das Einkommen an Kaufkraft verliert.

Konkret bedeutet die Abschaffung der kalten Progression: Mehr Lohn, aber nicht mehr Steuern. Sagen wir, dein Brutto-Lohn wird um 9 % erhöht. Durch die Abschaffung der kalten Progression fällt die schleichende Steuererhöhung weg, also sollte am Ende auch dein Netto-Lohn um jene 9 % statt vielleicht 7 % erhöht werden. De facto bekommst du am Ende mehr Geld.

Alle Steuerzahler profitieren davon.

Die Wirkung der Abschaffung der kalten Progression zeigt sich immer ab dem 1. Jänner des jeweiligen Jahres, da zu diesem Zeitpunkt Tarifstufengrenzen und Absetzbeträge valorisiert werden.

  • 1. Tarifstufe: 13.308 Euro (0 Prozent)
  • 2. Tarifstufe: 21.617 Euro (20 Prozent)
  • 3. Tarifstufe: 35.836 Euro (30 Prozent)
  • 4. Tarifstufe: 69.166 Euro (40 Prozent)
  • 5. Tarifstufe: 103.072 Euro (48 Prozent)
  • bis 1.000.000 Euro (50 Prozent)
  • ab 1.000.000 Euro (55 Prozent)

Bis zu 13.308 Euro.

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