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/ ©Fotomontage Canva
Symbolfoto
Das Bild auf 5min.at zeigt eine Familie mit Geld.
Einkommensschwache Familien bekommen ab 2025 einen Kinderzuschuss.

Kinderzuschuss neu: Diese Haushalte erhalten bald 60 Euro im Monat

Im Rahmen der Rückverteilung der kalten Progression hat die Regierung unter anderem einen Kinderzuschuss für einkommensschwache Familien beschlossen. Dieser beträgt 60 Euro monatlich.

von Gerrit Tscheru
1 Minute Lesezeit(161 Wörter)

Die kalte Progression wurde 2023 abgeschafft. Nun werden die Einnahmen daraus an die Bevölkerung rückverteilt. Zwei Drittel werden dazu verwendet, jedes Jahr die Steuerstufen automatisch an die Teuerung anzupassen. Vergangenen Donnerstag hat die Regierung präsentiert, wie sie die verbleibenden Einnahmen, das variable Drittel, aufteilen wird. Neben Maßnahmen wie der Erhöhung des Kilometergelds gibt es auch eine erfreuliche Nachricht für alle Eltern, die finanziell nicht so gut aufgestellt sind: Der bislang auf Ende 2024 befristete Zuschuss von 60 Euro im Monat für einkommensschwache Haushalte wurde dauerhaft ins Steuerrecht übernommen und neu geregelt.

Bin ich anspruchsberechtigt?

Anspruch auf den Zuschuss von 60 Euro im Monat haben einkommensschwache Haushalte mit einem Jahreseinkommen unter 24.500 Euro (brutto monatlich ca. 1.750 Euro). Hauptsächlich werden Alleinverdiener und Alleinerzieher von dem Bonus profitieren. Um die 60 Euro zu erhalten, muss kein Antrag gestellt werden, der Betrag wird pro Kind ausbezahlt. Der neu geregelte Kinderzuschuss tritt Anfang 2025 in Kraft.

Häufig gestellte Fragen

Die kalte Progression ist ein Phänomen, das Steuerzahler unbemerkt belastet. Sie tritt auf, wenn Einkommen mit der Inflation steigen, die Tarifstufengrenzen und Absetzbeträge in der Lohn- und Einkommensteuer aber statisch bleiben. Das führt dazu, dass Bürger einen höheren Teil ihres Einkommens versteuern müssen und das Einkommen an Kaufkraft verliert.

Konkret bedeutet die Abschaffung der kalten Progression: Mehr Lohn, aber nicht mehr Steuern. Sagen wir, dein Brutto-Lohn wird um 9 % erhöht. Durch die Abschaffung der kalten Progression fällt die schleichende Steuererhöhung weg, also sollte am Ende auch dein Netto-Lohn um jene 9 % statt vielleicht 7 % erhöht werden. De facto bekommst du am Ende mehr Geld.

Alle Steuerzahler profitieren davon.

Die Wirkung der Abschaffung der kalten Progression zeigt sich immer ab dem 1. Jänner des jeweiligen Jahres, da zu diesem Zeitpunkt Tarifstufengrenzen und Absetzbeträge valorisiert werden.

  • 1. Tarifstufe: 13.308 Euro (0 Prozent)
  • 2. Tarifstufe: 21.617 Euro (20 Prozent)
  • 3. Tarifstufe: 35.836 Euro (30 Prozent)
  • 4. Tarifstufe: 69.166 Euro (40 Prozent)
  • 5. Tarifstufe: 103.072 Euro (48 Prozent)
  • bis 1.000.000 Euro (50 Prozent)
  • ab 1.000.000 Euro (55 Prozent)

Bis zu 13.308 Euro.

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