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32.500 Euro für 12.000 Zugriffe: Lebensmittel-Preisrechner in der Kritik

Die anhaltend hohe Inflation hat zu massiven Preissteigerungen bei Lebensmitteln geführt. Deswegen wurde ein Lebensmittel-Preisrechner auf der Website der Kärntner Landesregierung eingeführt. Wird das Projekt noch weitergeführt?

von Nadia Alina Gressl
Nadia Gressl 5 Minuten
1 Minute Lesezeit(212 Wörter)

Ein Lebensmittel-Preisrechner auf der Website der Kärntner Landesregierung sorgt für Kritik. Die anhaltend hohe Inflation hat auch zu massiven Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Drogeriewaren geführt. Im Zuge dessen wurde ein Preisvergleich mit einem Klick eingeführt.

12.000 Zugriffe auf das Tool

Laut einer Anfrage von Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer an Sozialreferentin Gaby Schaunig wurden für das Projekt rund 32.500 Euro ausgegeben. Im Vergleich dazu stehen lediglich rund 12.000 Zugriffe auf das Tool, was bedeutet, dass jeder Zugriff dem Steuerzahler etwa 2,65 Euro gekostet hat, so laut der Presseinformation. Köfer bezeichnete das Projekt als „teuren Rohrkrepierer“ und betonte, dass er den Preisrechner von Anfang an kritisch gesehen habe.

Projekt wird nicht weitergeführt

„Die geringe Nutzung des Tools zeigt, dass es keinen erkennbaren Nutzen für die Bevölkerung bietet“, so Köfer weiter. Er kritisierte, dass das Projekt, dessen Fortführung im August eingestellt wird, lediglich eine „teure Scheinaktivität“ sei, die keinen Beitrag zur Unterstützung von armutsgefährdeten Bürgern leiste. Die Mittel in Höhe von 30.000 Euro hätten seiner Meinung nach besser eingesetzt werden können. Die SP/VP-Landesregierung sieht laut der Anfragebeantwortung offenbar selbst keinen Mehrwert in dem Preisrechner, weshalb das Projekt nicht weitergeführt wird.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 11.07.2024 um 16:27 Uhr aktualisiert
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