Grüne fordern mehr Geld für Naturschutz: Budget ist „viel zu niedrig“
Die steirischen Grünen schlagen Alarm: Das aktuelle Budget für Umwelt- und Naturschutz in der Steiermark sei völlig unzureichend, heißt es seitens der Partei.
Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl fordert dringend mehr finanzielle Mittel und kritisiert die Maßnahmen von Umweltlandesrätin Lackner als ungenügend. Krautwaschl betont, dass eine intakte Natur für unsere Ernährung, als Lebensraum und zum Schutz vor den Auswirkungen der Klimakrise unerlässlich ist. „Die Natur braucht mehr Raum, jeder Beitrag zur Renaturierung ist wichtig“, erklärt Krautwaschl und fordert eine deutliche Erhöhung des Naturschutzbudgets. Derzeit beträgt das Budget für Naturschutz in der Steiermark etwa 10 Millionen Euro, was laut Krautwaschl „nur etwas mehr als ein Tausendstel des gesamten Landesbudgets“ ausmacht.
Grüne Vorschläge für mehr Mittel
Die Grünen fordern seit längerem die Einführung eines „Naturschutz-Euro“, der die Nächtigungsabgabe um einen Euro erhöhen würde. Dieses zusätzliche Geld, rund 13 Millionen Euro pro Jahr, soll direkt in den Erhalt der steirischen Landschaft fließen und die Bäuerinnen und Bauern unterstützen. Krautwaschl zeigt sich jedoch enttäuscht, dass ÖVP und SPÖ diesen Vorschlag bisher abgelehnt haben. Sie verweist auf die Unterstützung des Vorschlags durch den österreichischen Landwirtschaftskammerpräsidenten Moosbrugger als Hoffnung auf ein Umdenken.
Renaturierungspreis als Anreiz
Um den Naturschutz weiter voranzutreiben, haben die Grünen einen eigenen Renaturierungspreis ausgeschrieben. Die besten Projekte zur Wiederherstellung natürlicher Lebensräume werden mit insgesamt 10.000 Euro ausgezeichnet. Bewerbungen sind noch bis zum 25. August möglich. Weitere Informationen sind auf der Webseite der Grünen verfügbar: Renaturierungspreis.