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/ ©Montage: Canva
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigen einen Pensionisten, der mit der Hitze kämpft, sowie Autos auf einem Parkplatz.
Großparkplätze werden an heißen Tagen zu regelrechten Hitze-Inseln.

Maßnahmen gefordert: „Parkplätze verschärfen Hitze-Belastung in Kärnten“

Großparkplätze verschärfen die Hitzebelastung für die Bevölkerung. Allein die Parkplätze und Zufahrtsstraßen zu Shopping-Centern und Fachmärkten benötigen in Kärnten so viel Fläche wie 150 Fußballfelder, verdeutlicht der VCÖ.

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(363 Wörter)
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Österreich ist ein Land vieler Supermärkte, Baumärkte, Einkaufszentren und damit auch vieler Autoparkplätze. Das gilt auch für Kärnten. „Parkplätze, die oft eine regelrechte Asphaltwüste sind, heizen sich an Hitzetagen extrem auf. Das […] verschärft die Hitze-Belastung für die Bevölkerung, welche in der Umgebung wohnt. Umso wichtiger ist es, die Parkplätze als Hitze-Inseln durch Entsiegelung und Beschattung zu entschärfen“, stellt Katharina Jaschinsky von der Mobilitätsorganisation VCÖ fest. Laut einer vom Handelsverband befinden sich allein in Kärnten 23 Shopping-Center mit rund 9.800 Stellplätzen. Pro 10.000 Quadratmeter Verkaufsfläche gibt es hier also 455 PKW-Stellplätze.

VCÖ fordert Maßnahmen bei Groß-Parkplätzen

Die Auto-Abstellplätze und Zufahrtsstraßen benötigen mit rund 22 Hektar also mehr Fläche als die Verkaufsflächen ausmachen. Bei den Fachmarktgebieten seien es sogar 67 Hektar, verdeutlicht der VCÖ. Hinzu würden noch Parkplätze der Supermärkte außerhalb der Shopping-Center kommen. Mehr Bäume auf Parkplätzen würden hier eine Win-win-Situation. „Sie verhindern, dass sich die Parkplätze extrem aufheizen und gleichzeitig können die Autos im Schatten parken“, betont der VCÖ. Wichtig wären deshalb Vorgaben, dass abhängig von der Anzahl der Abstellplätze bei größeren Parkplätzen auch eine Anzahl an hitzebeständigen Bäumen zu pflanzen sei.

Auch Autos verstärken lokale Hitze-Belastung

Eine zweite wichtige Maßnahme seien – laut dem VCÖ – versickerungsfähige Oberflächen, wie beispielsweise Rasengittersteine. „Bei Starkregen kann dann Wasser im Boden versickern, was das Kanalsystem entlastet und Überschwemmungen von Straßen können damit verhindert werden. Bei Hitze wiederum haben die versickerungsfähigen Oberflächen im Vergleich zu Asphalt eine kühlende Wirkung“, erklärt Jaschinsky. Ein weiterer Faktor, der die lokale Hitze-Belastung verstärkt, sei die Abwärme des Kfz-Verkehrs. Diese sei bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor deutlich höher als bei Elektro-Fahrzeugen. „Mit sinkender Anzahl an Verbrenner-Fahrzeugen und steigendem Anteil von E-Fahrzeugen, sinkt die vom Verkehr verursachte Abwärme, ebenso durch die verstärkte Verlagerung von Autofahrten auf energieeffizientere Mobilitätsformen, wie öffentlicher Verkehr sowie Gehen und Radfahren“, so die VCÖ-Expertin abschließend.

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