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Bild auf 5min.at zeigt die Grazer Elisabethstraße.
Graz rangiert in der aktuellen Rangliste der 15 größten Städte Österreichs mit einer versiegelten Fläche von 130 Quadratmetern pro Kopf auf Platz 12.

Bodenversiegelung in Graz: „Asphaltwüsten bergen Risiken für Gesundheit“

Eine neue WWF-Analyse zeigt alarmierende Ergebnisse für Österreichs Städte, darunter auch Graz: Die Bodenversiegelung ist deutlich stärker als bisher angenommen.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(330 Wörter)
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Graz rangiert in der aktuellen Rangliste der 15 größten Städte Österreichs mit einer versiegelten Fläche von 130 Quadratmetern pro Kopf auf Platz 12. Die neuen Berechnungen des WWF, basierend auf quadratmetergenauen Satellitendaten, zeigen, dass die bisherige Methodik die Versiegelung erheblich unterschätzt hat. Für Graz bedeutet das: Mehr Flächen sind betoniert und asphaltiert, als zuvor angenommen. Diese Flächen tragen maßgeblich zur Entstehung von Hitzeinseln bei, die besonders im Sommer die Lebensqualität der Grazer stark beeinträchtigen.

Auswirkungen auf die Lebensqualität in der Steiermark

In der Steiermark wird zunehmend deutlich, wie problematisch die starke Bodenversiegelung für Umwelt und Gesundheit ist. Simon Pories, Bodenschutz-Sprecher des WWF, warnt: „Die vielen Asphaltwüsten werden speziell im Sommer immer stärker zum Risiko für unsere Gesundheit und Lebensqualität.“ Besonders in Graz könnte die Situation angesichts der Klimakrise weiter eskalieren. „Der Handlungsbedarf ist größer als vermutet,“ so Pories. Hitzeinseln, die durch versiegelte Flächen entstehen, heizen sich tagsüber extrem auf und kühlen in der Nacht kaum ab – eine Belastung für alle Stadtbewohner.

WWF fordert mehr Grünräume und Entsiegelung in Graz

Die Stadt Graz steht nun vor der Aufgabe, gegen die fortschreitende Versiegelung vorzugehen. Der WWF fordert dringende Maßnahmen: Mehr Grünflächen, die als natürliche Klimaanlagen dienen können, sowie groß angelegte Entsiegelungsprogramme. „In Städten sind Grünräume die wichtigste Klimaanlage,“ betont Pories. Die Renaturierung und Begrünung versiegelter Flächen könnte langfristig helfen, die negativen Auswirkungen der Versiegelung zu mindern.

Steiermark in der Pflicht: Bodenschutz jetzt stärken

Für die gesamte Steiermark bedeutet die neue WWF-Analyse, dass politisches Handeln gefragt ist. Die Landesregierung muss jetzt aktiv werden, um den fortschreitenden Bodenverbrauch zu stoppen und die EU-Renaturierungsverordnung ambitioniert umzusetzen. Der WWF fordert darüber hinaus, dass ein landesweites Bodenschutz-Paket im künftigen Regierungsprogramm verankert wird, um der Versiegelung in Städten wie Graz entgegenzuwirken.

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