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Symbolfoto von 5min.at: Villacher Innenstadt
Villach gehört laut WWF-Satellitendaten zu den drei österreichischen Städten mit dem höchsten Betonanteil.

„Kopf in den Beton stecken“: Stadtentwicklung in der Kritik

Villach belegt laut WWF-Satellitendaten den dritten Platz bei Betonflächen pro Kopf in Österreich, nur übertroffen von St. Pölten und Wiener Neustadt.

von Leonie Höllwarth Logo 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(344 Wörter)
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Wenige Tage nachdem das Großprojekt ALPLOG Nord in Villach von Greenpeace den Titel „Kärntens Betonschatz“ erhalten hat, zeigen vom WWF erhobene Satellitendaten, dass Villach nach St. Pölten und Wiener Neustadt den dritten Platz unter den österreichischen Städten mit dem höchsten Betonanteil einnimmt. Das bedeute, dass unter den 15 einwohnerreichsten Städten Österreichs nur zwei Städte mehr Betonflächen pro Kopf aufweise als Villach. Die Bewegung Verantwortung ERDE weist seit Jahren auf Villachs Spitzenposition bei der Verbauung hin. Die politischen Mehrheiten im Gemeinderat, insbesondere Bürgermeister Günther Albel und seine SPÖ-Fraktion, sollen diese Probleme laut Verantwortung ERDE jedoch weiterhin leugnen.

Eine bessere Stadtentwicklungspolitik wird gefordert

In der letzten Gemeinderatssitzung Anfang Juli äußerte sich der Bürgermeister zu dem Thema: „Es muss endlich Schluss sein mit den Übertreibungen … wir haben eine der geringsten Flächeninanspruchnahmen in Österreich.“ Für die Gemeinderatsfraktion der Verantwortung ERDE sei das Ausmaß der Uneinsichtigkeit angesichts harter Fakten nicht mehr nachvollziehbar. Während in anderen Städten Österreichs längst aktiv gegen die ausgeuferte Verbauung vorgegangen werde, versuche man in Villach, offensichtliche Probleme durch Schönfärberei wegzureden. „Diese ‚Kopf in den Beton stecken‘-Strategie steht den dringend notwendigen Verbesserungen im Weg und ist daher auch nicht länger haltbar. Wir müssen unsere Probleme und Bausünden in Villach, die uns die offiziellen Daten der Raumordnungskonferenz sowie inzwischen auch Greenpeace und WWF attestieren, anerkennen und gemeinsam an einer besseren Stadtentwicklungs- und Widmungspolitik arbeiten,“ so Gerald Dobernig, Klubobmann der Fraktion.

„Grünflächen predigen, Beton bauen“

Gerade im Hinblick auf das Großprojekt ALPLOG sei die Sorge groß, dass die nächsten fatalen Fehler in Beton gegossen werden. „Dieses Projekt allein würde für jede Villacherin und jeden Villacher drei Quadratmeter mehr Versiegelung bedeuten. Wir appellieren eindringlich an Bürgermeister Albel, die Fakten anzuerkennen und von der Devise ‚Grünflächen predigen, Beton bauen‘ endlich Abstand zu nehmen. Wir bieten erneut unsere tatkräftige Unterstützung bei der Lösungsfindung an“, so Dobernig abschließend.

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