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/ ©Fotomontage Canva/Dieter Kulmer Photography/KK
Symbolfoto
Das Bild auf 5min.at zeigt Christian Scheider in Klagenfurt mit einer Grafik zu steigenden Heizkosten.
Auch Bürgermeister Christian Scheider setzt sich gegen die Erhöhung der Fernwärmetarife ein.

Fernwärme-Preisschock in Klagenfurt: Parteien fordern Rücknahme der Erhöhung

Kürzlich wurde die Fernwärme-Indexanpassung der Stadtwerke Klagenfurt bekannt gegeben. Gegen die Erhöhung um rund 15 Prozent laufen nun die Parteien Sturm, auch Bürgermeister Scheider setzt sich dagegen ein.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
3 Minuten Lesezeit(534 Wörter)
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Am 1. September erfolgt wieder die jährliche Indexanpassung der Fernwärmetarife der Stadtwerke Klagenfurt (STW). Diese beträgt heuer 14,96 Prozent. Für die SPÖ, die FPÖ und die Grünen Klagenfurt fällt die Anpassung viel zu hoch aus. Auch der Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten) setzt sich gegen eine unverhältnismäßige Fernwärmepreiserhöhung ein.

SPÖ fordert Zurücknahme der Preiserhöhung

SPÖ-Klubobmann Bernhard Rapold erklärt in einer Presseaussendung, dass rund 250 Euro mehr im Jahr den Klagenfurter Haushalten nicht zumutbar seien. „Die sogenannte Indexanpassung der Stadtwerke bei den Fernwärmepreisen ist ein empfindlicher Griff in die Brieftasche vieler Klagenfurter Haushalte. Wir sprechen von durchschnittlich 250 Euro mehr an Belastungen – jährlich – in ohnehin schwierigen Zeiten. Sozial Schwachen, Familien und Pensionisten steht ein teurer, kalter Winter bevor“, erklärt der Klubobmann. „Unerfreulich ist auch, dass von Seiten der Stadtwerke kein Gespräch mit der Stadtpolitik gesucht wurde – zumindest wurden wir gestern genauso von der Ankündigung überrumpelt wie wohl die meisten Klagenfurterinnen und Klagenfurter“, so Rapold, der eine Zurücknahme der Erhöhung fordert.

Grüne: „Finanziellen Misstand der Stadt nicht auf Bevölkerung abwälzen“

Auch seitens der Grünen hagelt es Kritik an der geplanten Preiserhöung. „Die Tarifanpassung der Klagenfurter Stadtwerke ist für viele Klagenfurterinnen und Klagenfurter schwer zu stemmen und erzeugt finanziellen Druck“, kommentiert Margit Motschiunig, Stadtparteiobfrau der Grünen Klagenfurt. Motschiunig weist jedoch auch auf den Ursprung der Tariferhöhung hin: „Die finanziellen Nöte der Stadt Klagenfurt wirken sich eben auch direkt auf die finanzielle Ausstattung der Stadtwerke aus. Auch hier fehlt das Geld. Ist es fair, diesen Missstand auf die Bevölkerung abzuwälzen? Nein! Die Stadt muss sich endlich auf nachhaltige Finanzpolitik besinnen und ihre Versäumnisse aufarbeiten, um den Geldbeutel der Stadt aufzufetten.“

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Mir ist das egal.

FPÖ: „Ungenierter Griff in die Geldbörsen der Bürger“

FPÖ-Stadtparteiobmann und Landtagsabgeordneter Gernot Darmann findet für die Erhöhung klare Worte: „Während der STW-Vorstand aufgrund eigener, enorm hoher Energiepreise für Strom und Gas über die durch geduldige Kunden zu berappenden Gewinne jubeln kann, steht der nächste ungenierte Griff in die Geldbörsen unserer Bürger an.“ Auch er fordert eine Zurücknahme der geplanten Tariferhöhung: „Diese Erhöhung der Fernwärme-Tarife um kolportierte 15 Prozent unter dem Deckmantel einer sogenannten Indexierung ist zurückzustellen und ich fordere den Sozialreferenten und alleinigen Eigentümervertreter der Stadt Klagenfurt in den Stadtwerken, Bürgermeister Christian Scheider, dazu auf, diesem unmoralischen Vorgehen zu Lasten der Klagenfurter Bevölkerung endlich einen Riegel vorzuschieben!“, erklärt der FPÖ-Stadtparteiobmann.

Bürgermeister Scheider fordert STW auf, Erhöhungen „in nachvollziehbarem Rahmen“ zu halten

Der Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider bezog bereits gestern Stellung zur geplanten Tariferhöhung. Darin betonte er, dass Erhöhungen nur in einem sozial- und wirtschaftlich nachvollziehbaren Rahmen erfolgen sollten. Damit dies gewährleistet wird, hat der Bürgermeister den Vorstand der Stadtwerke Klagenfurt AG in einem Telefonat aufgefordert, eine Aufsichtsratssitzung einzuberufen, in der die weitere Vorgehensweise bezüglich der geplanten Preiserhöhung geklärt wird. Dabei sollten die Argumente für die geplante Erhöhung ausführlich erläutert und diskutiert werden.


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