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Das Bild auf 5min.at zeigt Fahrradboten von Lieferando.
Lieferando erhöht die Löhne für Fahrradboten um 7,8 Prozent.

Lohnerhöhung bei Lieferando: So viel mehr verdienen Fahrradboten jetzt

In den zähen Kollektivvertragsverhandlungen für Fahrradboten gibt es endlich Fortschritte. Lieferando erhöht die Löhne seiner Fahrradbot um 7,8 Prozent ab September.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(318 Wörter)

Nachdem Foodora bereits zum 1. August eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent für seine Mitarbeiterverkündet hat, zieht auch Lieferando nach. Ab September wird der größte Arbeitgeber im Bereich der Essenszustellung in Österreich eine Gehaltserhöhung von 7,8 Prozent für seine Beschäftigten umsetzen.

Gewerkschaft vida: „Es geht also doch“

Markus Petritsch, Vorsitzender des zuständigen Fachbereichs der Gewerkschaft vida, begrüßt die Lohnerhöhung als Teilerfolg. „Die Entscheidung von Lieferando zeigt, dass der Druck der Beschäftigten wirkt. Mit zahlreichen Streiks und Protestaktionen haben wir klar gemacht, dass faire Löhne nicht verhandelbar sind. Lieferando hat das endlich erkannt – wenn auch spät“, erklärt Petritsch. Der Gewerkschafter weist darauf hin, dass der Arbeitgeber lange behauptete, höhere Löhne seien nicht möglich und höhere Lieferkosten könnten von den Kundnicht akzeptiert werden. „Es geht also doch. Arbeitgeber müssen erkennen, dass eine gerechte Entlohnung notwendig ist, um die Verarmung der Belegschaft zu verhindern“, betont Petritsch.

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Kritik an Reallohn-Verlusten bleibt bestehen

Trotz der positiven Entwicklung sieht die Gewerkschaft noch weiteren Handlungsbedarf. Die angekündigte Erhöhung liegt unter dem geforderten Teuerungsausgleich von 8,7 Prozent, was zu einem anhaltenden Reallohn-Verlust für die Lieferando-Beschäftigten führt. „Die Löhne bleiben trotz der Erhöhung weiterhin nahe an der Armutsgrenze. Es ist an der Zeit, dass die Wirtschaftskammer (WKÖ) endlich einlenkt und Maßnahmen zur Verbesserung der Löhne trifft“, fordert Petritsch.

Blockaden der WKÖ müssen beendet werden

Nach mehreren österreichweiten Warnstreiks und 246 Tagen ohne nennenswerte Fortschritte haben vida-Gewerkschafter Anfang August vor dem WKÖ-Gebäude protestiert. Die Gewerkschaft fordert ein sofortiges Fortsetzen der Lohnverhandlungen. „Es ist höchste Zeit, dass die Wirtschaftskammer ihre Blockaden aufgibt und sich ernsthaft an den Verhandlungstisch begibt“, so Petritsch weiter. Die Gewerkschaft vida setzt auf ein Umdenken der WKÖ und erwartet konkrete Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Fahrradbot.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 14.08.2024 um 17:25 Uhr aktualisiert
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