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Symbolfoto zu einem Beitrag von 5min.at: Im Wörterbuch ist das Wort Insolvenz pink hervorgehoben.
Das Biotech-Unternehmen steht vor einer finanziellen Bewährungsprobe – der AKV prüft den Sanierungsplan.

Biotech-Unternehmen kämpft ums Überleben: Insolvenzverfahren eröffnet

Der AKV gibt bekannt, dass ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über das Vermögen eines bekannten Biotech-Unternehmens eröffnet wurde. Das Unternehmen kämpft nun mit einem Sanierungsplan um seine Zukunft.

von Eva Taumberger Ein Bild auf 5min.at zeigt die Online-Redakteurin Eva Taumberger.
2 Minuten Lesezeit(252 Wörter)
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Marinomed Biotechnologie GmbH wurde im Jahr 2006 gegründet, im Jahr 2017 in die Marinomed Biotech AG umgewandelt und ist seit Februar 2019 zu ISIN: ATMARINOMED6 im Prime Market Segment der Wiener Börse gelistet. Über das Vermögen der börsennotierten Firma wurde beim Landesgericht Korneuburg ein Sanierungsverfahren eröffnet. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung innovativer Behandlungen in der Virologie und Immunologie. Besonders in der Pandemiezeit erlangten ihre Produkte auf Basis von „Carragelose“ Bekanntheit. Doch Umsatzrückgänge und Verzögerungen in der Vermarktung führten nun zu ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten.

Verbindlichkeiten von rund 25 Millionen Euro

Die finanziellen Probleme des Unternehmens sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter Verzögerungen bei der Markteinführung wichtiger Produkte. Zusätzlich hat der Rückgang der Umsätze nach der COVID-19-Pandemie die Lage weiter verschärft. Das Unternehmen besitzt eine Liegenschaft in Korneuburg und hält etwa 300 eingetragene Patente, die für seine zukünftige Entwicklung von Bedeutung sein könnten. Mit Verbindlichkeiten von rund 25 Millionen Euro und 185 Gläubigern steht viel auf dem Spiel.

Sanierungsplan und weitere Schritte

Der Fortbetrieb des Unternehmens soll über einen Sanierungsplan sichergestellt werden, der eine Gläubigerquote von 20 Prozent vorsieht, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Der AKV prüft derzeit die Umsetzbarkeit dieses Plans und mögliche Verbesserungen. Gläubiger haben bis zum 12. September 2024 Zeit, ihre Forderungen anzumelden. Die nächsten wichtigen Termine im Verfahren sind bereits angesetzt, darunter die Prüfungstagsatzung im September und die Sanierungsplantagsatzung im November.

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