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Ein Bild auf 5min.at zeigt Bürgermeister Gerhard Köfer.
Köfer fordert bei der Landtagssitzung eine Novellierung des Tourismusgesetzes.

Köfer will Kärnten Werbung privatisieren

Bürgermeister Gerhard Köfer will die Kärntner Werbung privatisieren, für ihn ist das Tourismusgesetz eine "Fehlkonstruktion".

von Julia Mannsfeld Logo 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(347 Wörter)
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Team Kärnten-Chef und Bürgermeister von Spittal Gerhard Köfer fordert eine Reform der Verwaltungsstrukturen im Kärntner Tourismus: „Mit der Kärnten Werbung, den Regionen, den Verbänden und den Kommunen haben wir in einem so kleinen Bundesland zu viele Ebenen über den Tourismusbetrieben, die eigentlich dasselbe machen. Es finden im Tourismus zu viele Insellösungen statt, Mittel versickern in der Verwaltung und insgesamt wird diesem wichtigen Wirtschaftsbereich so Schlagkraft genommen. Es muss zu einer Verschlankung und Reduktion der Ebenen und von Doppelgleisigkeiten kommen und Kärnten vermehrt gemeinsam vermarktet werden.“

Köfer fordert eine Novellierung des Tourismusgesetzes

Der Bürgermeister kündigt für die nächste Landtagssitzung eine diesbezügliche Initiative an und fordert gleichzeitig eine Novellierung des Tourismusgesetzes: „Dieses hat sich im Nachhinein als Fehlkonstruktion erwiesen und muss den heutigen Gegebenheiten und Anforderungen angepasst werden.“

„Ein eindeutiges Zeichen, dass es nicht so weitergehen kann“

Köfer sieht die derzeit negative Entwicklung im Tourismus als klaren Hinweis für Reformen: „Die Segel im Kärntner Tourismus müssen in Richtung Veränderung gesetzt werden. Eine könnte beispielsweise so aussehen, dass die Kärnten Werbung privatisiert und die Möglichkeiten der Unternehmer so gestärkt werden. Unser Bundesland hat über Jahrzehnte Millionen an Nächtigungen verloren, das ist ein eindeutiges Zeichen, dass es so nicht weitergehen kann.“

Betriebe sollen grundlegende Richtung im Tourismus vorgeben

Aus der Sicht des Team-Kärnten-Chefs sei es grundsätzlich zu hinterfragen, warum die parteipolitisch dominierten Sozialpartner im Bereich der Kärnten Werbung mit solch einer Machtfülle ausgestattet sind: „Für die Zukunft muss sichergestellt werden, dass die Betriebe die grundlegende Richtung im Tourismus vorgeben und nicht (partei-)politisch agierende Personen.“

„Kärnten hat sehr viel verschlafen“

Ein Weg, den Tourismus in Kärnten weitestgehend zu entpolitisieren, wäre eben die vorgeschlagene Privatisierung, über die diskutiert werden muss, verlangt Köfer.
Ein Schwerpunkt müsse auch verstärkt auf Incoming gelenkt werden: „Hier hat Kärnten trotz vieler Ankündigungen, beispielsweise noch aus der Zeit von Landesrat Benger, sehr viel verschlafen.“

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