Skip to content
/ ©APA/MAX SLOVENCIK
Tragödie in Muckendorf: Die Leichen einer Mutter und ihrer Kinder wurden gefunden.

Tragödie in Muckendorf: Erschoss Mutter ihre eigenen Kinder?

Drei Leichen in einem Haus: Es ist ein Schock für die gesamte Ortschaft Muckendorf. Eine Mutter dürfte ersten Vermutungen zufolge erst ihre beiden Kinder und dann sich getötet haben.

von APA/RED
2 Minuten Lesezeit(358 Wörter)
Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Eine Tragödie wurde am gestrigen Mittwoch, 14. August, offenbart: Ein Haus in Muckendorf, Bezirk, Tulln, Niederösterreich, das eine Familie bewohnte, wurde zum Schauplatz schrecklicher Szenen. Die Leichen einer 29-jährigen Mutter und ihrer beiden Töchter, 5 und 8 Jahre alt, wurden im Bett im Schlafzimmer des Hauses entdeckt. Und es war ausgerechnet der Vater der Kinder und Ex-Freund der 29-Jährigen, der sein eigen Fleisch und Blut gegen 15 Uhr tot auffand. Eine Angehörige hatte zuvor Alarm geschlagen, da die 29-Jährige nicht zur Arbeit erschienen war.

Schrecklicher Verdacht

Nun besteht der Verdacht, dass es sich bei der Tat um einen erweiterten Suizid* handeln könnte. Die Mutter dürfte dann also erst die Kinder und dann sich getötet haben. Weitere Ermittlungen seien aber laut dem Leiter des Landeskriminalamts Niederösterreich, Stefan Pandler, noch nötig. So viel steht aber fest: Es gibt derzeit „keine konkreten Hinweise auf weitere involvierte Personen“. Dennoch dürfe man ein solches Szenario „noch nicht außer Acht lassen“.

Leiche hatte Schussverletzung

Gegenüber der APA wurde bereits bestätigt, dass die Leiche der 29-jährigen Mutter eine Schussverletzung aufweist. Bei den Mädchen im Alter von fünf und acht Jahren gebe es keine feststellbaren äußerlichen Verletzungen, sagte Pfandler – was eben darauf deutet, dass die Kinder nicht erschossen wurden. Die Waffe soll die 29-Jährige legal besessen haben, sie war Jägerin.

Viele offenen Fragen

Viele Fragen stehen noch offen. Die Aufklärung könne eine Schusshandbestimmung bringen, Erkenntnisse daraus dürften aber mehrere Tage dauern. Sichergestellt wurde im Umfeld jedenfalls eine Faustfeuerwaffe. Auch weitere Einvernehmungen seien noch ausständig. „Wir müssen das Puzzle zusammensetzen“, konstatierte Pfandler. Eine Festlegung auf eine Variante wäre „zu früh und unseriös“.

Obduktion soll Klarheit verschaffen

Die für den heutigen Donnerstag geplante Obduktionen sollen Klarheit verschaffen. Ein vorläufiges Ergebnis wurde für den späten Nachmittag in Aussicht gestellt. Weitergehen wird auch die Tatortarbeit. Bisher hatte sie sich überwiegend auf den unmittelbaren Tatbereich konzentriert, nun werden auch andere Räumlichkeiten in dem Wohnobjekt unter die Lupe genommen. (APA, red. 15.08.2024)

*Hilfe rund um die Uhr

In der Regel berichten wir nicht über Suizide oder Suizidversuche – außer, die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Solltest du selbst das Gefühl haben, dass du Hilfe benötigst, kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge unter 142. Die Telefonseelsorge bietet ein kostenloses, vertrauliches und an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbares Beratungsangebot – ein offenes Ohr, Entlastung und Unterstützung für alle Anrufenden, unabhängig von deren Alter, Geschlecht, Religion und sozialer Herkunft. Du kannst die Telefonseelsorge auch online kontaktieren.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 15.08.2024 um 10:16 Uhr aktualisiert
Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Artikel zum Thema:
Mehr Interessantes