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Der Betrüger rief die Frau an und "begleitete" sie telefonisch sogar bis auf die Bank, wo die Frau mehrere 1.000 Euro abhob.

Warnung vor neuer Polizei-Betrugsmasche: Grazerin verlor tausende Euro

Die Polizei in der Steiermark warnt vor einer neuen Betrugsvariante, der vor Kurzem eine 87-jährige Grazerin zum Opfer gefallen ist. Wie du dich in solchen Fällen schützen kannst, liest du hier.

von Anja Mandler
2 Minuten Lesezeit(355 Wörter)
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Der Betrüger ging besonders dreist vor. Er rief die Frau an und „begleitete“ sie telefonisch sogar bis auf die Bank, wo die Frau mehrere 1.000 Euro abhob. Erst als das Geld dann von einem weiteren vermeintlichen Polizisten abgeholt wurde, wurde das Gespräch beendet, hieß es in einer Aussendung. Zuerst hatte sich einer der Täter als „Bankmitarbeiter“ ausgegeben und die 87-Jährige angerufen. Er informierte sie, dass jemand mit einer Fälschung ihres Reisepasses versucht habe, Geld von ihrem Konto zu beheben. Das habe man bei der Polizei angezeigt und diese würde nun die Ermittlungen führen. Mehr dazu in Falsche-Polizisten-Trick: Polizei warnt Steirer vor neuer Betrugsmasche.

So dreist gingen die Betrüger vor

Etwa eine Stunde später erhielt die Grazerin einen Anruf mit scheinbar Grazer (0316) Vorwahl, bei dem sie ein vermeintlicher Polizist weiter manipulierte. Derselbe Täter kontaktierte sein Opfer dann später noch einmal am Handy und schärfte der Frau ein, dass sie ständig am Telefon bleiben müsse und nicht auflegen dürfe. Die Frau ging somit in „telefonischer Begleitung“ des falschen Polizisten zu einer Bank und hob dort Bargeld ab. Dieses, so die bei genauerer Betrachtung nicht schlüssige Erklärung des Betrügers, müsse nun von der Polizei „präpariert“ werden, um den Täter festnehmen zu können, wenn er wieder versuchen sollte, mit dem gefälschten Reisepass Geld abzuheben. Die Frau ging danach wieder nach Hause, wo ein Komplize dann das Geld abholte. Erst als das erledigt war, beendete der Keiler das Telefonat. Der Abholer ist etwa 1,80 Meter groß, hat dunkle Haare und einen kurzen Vollbart. Er war dunkel gekleidet und trug eine beige Kappe mit einer rundlichen dunklen Sonnenbrille.

Wurdest du schon einmal Opfer eines Betruges?

Ja leider
Nein
Betrüger haben mich kontaktiert, aber ich bin nicht darauf reingefallen
Nein, aber ich kenne jemanden der betrogen wurde
Sag ich nicht

So kannst du dich vor Betrügern schützen

Mit dieser neuen Variante möchte das Landeskriminalamt Steiermark einmal mehr aufzeigen, wie unterschiedlich Betrüger agieren. Die Manipulation ihrer Opfer ist einfallsreich und kennt keine Grenzen. Den Ermittlern des LKA hilft es, wenn beim geringsten Verdacht eines telefonischen Betrugsversuches durch „Falsche Polizisten“ oder „Falsche Bankmitarbeiter“, sofort die echte Polizei (133) verständigt wird. (APA/Red 15.08.2024)

Präventionstipps des Bundeskriminalamtes

So arbeiten die Betrüger: 

• Ältere Menschen werden gezielt angerufen

• Sie geben sich am Telefon als Polizisten aus

• Sie stellen Fragen über Geld, Vermögen, Gold etc.

• Die Betrüger erfinden Lügengeschichten, damit du ihnen Geld, Wertgegenstände etc. übergibst

Worauf musst du achten? 

Die Betrüger sagen am Telefon, dass ein „Polizist“ in Zivilkleidung diese Wertsachen etc. abholt. Mit psychologischen Tricks ziehen die Betrüger das Telefonat in die Länge und versuchen Sie zu verwirren. Die Betrüger ersuchen um strengste Geheimhaltung des Telefonats und weisen an, es nicht zu beenden, um durchgehend in der Leitung zu bleiben.

Beispiele für Lügengeschichten

  • „Eine nah verwandte Person ist in einen Verkehrsunfall verwickelt und befindet sich in Haft. Sie müssen nun eine Kaution bezahlen.“
  • „Die Polizei hat Einbrecher oder Räuber im Umfeld festgenommen und zum Schutz soll nun Ihr Vermögen/Geld durch die Polizei mitgenommen/aufbewahrt werden.“
  • „Bankangestellte sind in kriminelle Machenschaften verwickelt. Sie sollen Bargeld am Bankschalter beheben und der Polizei zur Sicherung von Fingerabdrücken geben.“

So kannst du dich schützen 

  • Vorsicht bei unbekannten Anrufern!
  • Frage dich immer: Kann die Geschichte stimmen? Sprich sofort mit Verwandten oder Freunden.
  • Gib keine Details über dein Vermögen preis!
  • Lass dich nicht unter Druck setzen – Lege auf!
  • Lass  keine Unbekannten in deine Wohnung!
  • Übergebe niemals Geld oder Gold an Unbekannte!
  • Fordere von angeblichen Polizisten einen Dienstausweis!
  • Kontaktiere die Notrufnummer 133 und frag, ob es diesen Polizisten wirklich gibt!
  • Nimm Warnungen von Bankangestellten ernst!

Häufig gestellte Fragen

• Ältere Menschen werden gezielt angerufen

• Sie geben sich am Telefon als Polizisten aus

• Sie stellen Fragen über Geld, Vermögen, Gold etc.

• Die Betrüger erfinden Lügengeschichten, damit du ihnen Geld, Wertgegenstände etc. übergibst

Die Betrüger sagen am Telefon, dass ein „Polizist“ in Zivilkleidung diese Wertsachen etc. abholt. Mit psychologischen Tricks ziehen die Betrüger das Telefonat in die Länge und versuchen Sie zu verwirren. Die Betrüger ersuchen um strengste Geheimhaltung des Telefonats und weisen an, es nicht zu beenden, um durchgehend in der Leitung zu bleiben.

  • Vorsicht bei unbekannten Anrufern!
  • Frage dich immer: Kann die Geschichte stimmen? Sprich sofort mit Verwandten oder Freunden.
  • Gib keine Details über dein Vermögen preis!
  • Lass dich nicht unter Druck setzen – Lege auf!
  • Lass  keine Unbekannten in deine Wohnung!
  • Übergebe niemals Geld oder Gold an Unbekannte!
  • Fordere von angeblichen Polizisten einen Dienstausweis!
  • Kontaktiere die Notrufnummer 133 und frag, ob es diesen Polizisten wirklich gibt!
  • Nimm Warnungen von Bankangestellten ernst!
Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 15.08.2024 um 15:56 Uhr aktualisiert
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